https://www.faz.net/-gum-6po3n

Vergewaltigung : USA will Soldaten an japanische Justiz übergeben

  • Aktualisiert am

Okinawa: Proteste gegen die Präsenz der amerikanischen Truppen Bild: AP

Nach Protesten werden die US-Streitkräfte einen 24-jährigen Soldaten der japanischen Justiz überstellen. Er soll in Okinawa eine Frau vergewaltigt haben.

          1 Min.

          Ein Sexualverbrechen belastet die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Japan: Ein 24-jähriger amerikanischer Soldat wird verdächtigt, eine Japanerin in Okinawa vergewaltigt zu haben. Der junge Mann, gegen den zunächst innerhalb der US-Streitkräfte ermittelt wurde, hat alle Vorwürfe zurückgewiesen. Er sitzt bereits seit mehreren Tagen im Gefängnis des US-Luftwaffenstützpunktes Kadena auf Okinawa.

          Nach Protesten der japanischen Seite hat die USA jetzt bereit, den Soldaten den japanischen Behörden zu übergeben. Damit wird zum zweiten Mal ein US-Soldat in einem Strafverfahren der japanischen Justiz überstellt.

          Bereits vor sechs Jahren hatte ein ähnliches Verbrechen in Japan für einen Eklat gesorgt: 1995 hatten drei US-Soldaten ein zwölfjähriges Mädchen vergewaltigt. Auf Okinawa sind zwei Drittel der 47.000 US-Soldaten in Japan stationiert. Übergriffe amerikanischer Soldaten auf japanische Frauen hatten in der Vergangenheit immer wieder Proteste gegen die Stationierung hervorgerufen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Verwaltungshochhaus vom Volkswagen-Werk in Wolfsburg (Archivbild)

          Musterklage : VW öffnet sich für Vergleich mit Diesel-Kunden

          Der Autohersteller beugt sich dem Druck des Gerichts, das auf einen Vergleich dringt. Der Prozess ist aber schon jetzt zäh für Volkswagen. Inzwischen erwartet der Konzern auch schlechtere Geschäftsaussichten.
          Entspannt im Alter: Damit der Ruhestand nicht zur Armutsfalle wird, soll die private Altersvorsorge reformiert werden – aber wie? (Symbolfoto)

          Geförderte Altersvorsorge : Riester-Reform statt Staatsfonds

          Im Koalitionsvertrag hat die Bundesregierung ein kostengünstiges Standardprodukt versprochen. In der CDU wächst die Sympathie für die Deutschland-Rente. Nun legt die Finanzbranche ein Gegenmodell vor. Die F.A.Z. hat es vorab.
          Hier haben fast alle Schüler einen Migrationshintergrund: Eingangsbereich der Spreewald-Grundschule in Berlin-Schöneberg

          Eine Lehrerin rechnet ab : Woran es der Berliner Bildungspolitik fehlt

          Kampf gegen Windmühlen: In ihrem Buch „Eine Lehrerin sieht Rot“ zeigt Doris Unzeitig, woran es der Berliner Bildungspolitik fehlt – und warum sie nach fünf Jahren an der Spreewald-Grundschule in Schöneberg das Handtuch warf.
          An der Stelle des Unglücks: Kerzen und Stofftiere erinnern an den Jugendlichen, der hier in der Münchener Innenstadt von einem Raser totgefahren wurde.

          Raserunfall in München : „Keine Hetzjagd“

          Eine Videoaufnahme von dem Raserunfall in München, bei dem ein Jugendlicher starb, soll die Polizei von Hetzjagd-Vorwürfen entlasten und den Vorsatz des Fahrers belegen. Die Staatsanwaltschaft sieht mehrere Mordmerkmale erfüllt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.