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Armut : Weniger als 800 Millionen Menschen hungern

  • -Aktualisiert am

Trocken Brot: Dieses Kind lebt in der dürren Wüste im Süden Pakistans Bild: dpa

Es ist ein Hoffnungsschimmer: Die Zahl der Hungernden ist so niedrig wie seit 40 Jahren nicht, berichten die Vereinten Nationen. Das liegt vor allem an produktiverer Landwirtschaft.

          Die Zahl der Hungernden auf der Welt ist nach Angaben der Vereinten Nationen gesunken. Erstmals seit mehr als 40 Jahren galten 2014 weniger als 800 Millionen Menschen – nämlich 795 Millionen – als unterernährt. Das geht aus dem am Mittwoch in Rom vorgestellten gemeinsamen Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), des Welternährungsprogramms (WFP) und des Agrarfonds der UN (Ifad) hervor. Noch zwei Jahre zuvor waren es 840 Millionen Menschen gewesen. Die meisten von ihnen leben in Afrika südlich der Sahara und in Teilen Asiens.

          Besonders schlimm war die Mangelernährung 2014 in Sambia, Namibia, der Zentralafrikanischen Republik, Nordkorea und Haiti. Für die Bürgerkriegsländer Syrien und Libyen gab es keine hinreichenden Daten. Laut dem Bericht hat etwa jeder neunte Mensch auf der Welt nicht genug zu essen. Die Weltbevölkerung wird auf rund 7,2 Milliarden Menschen beziffert.

          Zahlen sind Anlass zur Hoffnung

          1990, als 5,3 Milliarden Menschen lebten, hungerten noch mehr als eine Milliarde von ihnen. Die UN-Organisationen sehen eine immer produktivere Landwirtschaft und das Wirtschaftswachstum als Hauptursache für Verbesserungen der Ernährungslage: „Wachstum ist ein Schlüsselfaktor, aber auch eine verbesserte Produktivität der Kleinbauern ist wichtig.“

          Die Erfolge der Vergangenheit seien Anlass zur Hoffnung, dass der Hunger eines Tages ganz bekämpft werden kann. „Die Tatsache, dass wir fast die Millenniumsziele zum Hunger erreicht haben, zeigt uns, dass wir die Geißel des Hungers ganz auslöschen können“, sagte der Generaldirektor der FAO, José Graziano da Silva. Das Millenniumsziel der UN lautete, den Anteil der hungernden Bevölkerung von 2000 bis 2015 um die Hälfte zu reduzieren.

          Viele Entwicklungsländer – 72 von 129 Ländern – haben diesen Zielwert nun laut dem Bericht erreicht. Die meisten davon liegen in Süd- und Mittelamerika, Nordwestafrika, Arabien und Asien. Wo die Ziele nicht erreicht worden seien, sei der Hunger oft menschengemacht, heißt es. Politische Instabilität oder aber auch Naturkatastrophen seien dort zumeist Ursachen für den Hunger.

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