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Vereinigte Staaten : Winterchaos in weiten Teilen des Landes

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Ein heftiger Wintersturm hat weite Teile der Vereinigten Staaten lahmgelegt Bild: AFP

Ein Wintersturm hat weite Teile der Vereinigten Staaten lahmgelegt. Bei wetterbedingten Verkehrsunfällen kamen mindestens 17 Menschen ums Leben. Flüge fielen aus, Schulen wurden geschlossen und die Stromversorgung brach teilweise zusammen.

          Ein heftiger Wintersturm hat weite Teile der Vereinigten Staaten lahmgelegt. Schnee und Eis sorgten selbst in den Teilen des Landes für Chaos, in denen die Menschen an strammes Winterwetter gewöhnt sind. In vielen Bundessaaten des mittleren Westens sowie des Südens steckten Autofahrer stundenlang in ihren Fahrzeugen auf den Straßen fest. Hunderte Flüge fielen aus, Schulen wurden geschlossen und die Stromversorgung brach teilweise zusammen. Bei wetterbedingten Verkehrsunfällen kamen mindestens 17 Menschen ums Leben. Die Behörden mahnten Pendler angesichts glatter Straßen zu erhöhter Vorsicht.
          In Iowa und Wisconsin wurde fast ein halber Meter Neuschnee registriert. Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 80 Kilometern in der Stunde führten zu meterhohen Schneeverwehungen, die zahlreiche Autos unter sich begruben. Im amerikanischen Staat Michigan waren am Mittwoch zeitweise 130.000 Haushalte ohne Strom. Am Donnerstag saßen nach Angaben der Versorgungsunternehmen noch rund 18.000 Haushalt im Dunkeln.

          „Ein Sturm von dem Ausmaß, wie er über weite Teile des Landes gefegt ist, ist wirklich selten“, sagte eine Meteorologin des Nationalen Wetterdienstes, Penny Zabel, der „New York Times“. Er setzte die Amerikaner von Nebraska bis Illinois rauen Mengen von Eis und Schnee aus. In Omaha im amerikanischen Bundesstaat Nebraska erfasste ein Lastwagen eine 28 Jahre alte Frau, als er beim Ausparken ins Rutschen kam. Sie überlebte den Unfall nicht.

          Polizei und Militär waren unermüdlich im Einsatz

          „Das ist der schlimmste Sturm, den wir seit langem erlebt haben“, sagte ein Einwohner des Ortes Flagstaff in Arizona dem Fernsehsender ABC. Teilweise war die Schneedecke bis zu einem Meter hoch. In Iowa waren hunderte Autofahrer teils die ganze Nacht in ihren Fahrzeugen gefangen. Polizei und Militär waren unermüdlich im Einsatz, um sie aus den zu Kühlschränken gewordenen Wagen zu befreien.

          Teilweise war die Schneedecke bis zu einem Meter hoch

          Zum ersten Mal seit 45 Jahren erlebten Studenten der Universität Wisconsin in Madison, dass ihre Hörsäle wegen des Wetters verschlossen blieben. „Das kommt selten vor, denn die Leute hier sind Schnee gewohnt“, sagte ein Universitätssprecher der „New York Times“.

          Im Süden des Landes gab es zahlreiche Überschwemmungen. In Alabama landeten Helfer nach Berichten des Fernsehsenders CNN mit ihrem Gummiboot in einer Baumkrone. Sie hatten versucht, einem Autofahrer zu helfen, sich zu befreien - und waren dabei weggespült worden. Ein anderer Autofahrer klammerte sich eine ganze Weile an einer Brücke fest, nachdem sein Auto in den Fluten eines Flusses weggespült worden war. Er konnte gerettet werden. In Louisiana gab es Berichte von dutzenden zerstörten Häusern. Der vielerorts eisige Wind blies in Nashville (Tennessee) derart scharf, dass der Weihnachtsbaum vor dem Regierungsgebäude des Bundesstaats entzwei brach. Am Mittwochabend (Ortszeit) zog der abgeflaute Sturm in Richtung Kanada weiter.

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