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Elektromobilität : Verbände fordern künstliches Warngeräusch bei E-Autos

  • Aktualisiert am

Verbände fordern künstliche Geräusche bei E-Autos, um die Unfallgefahr zu senken. Bild: dpa

Ab Juli 2021 wird es ein verpflichtendes Warngeräusch für alle neu zugelassen Hybrid- und Elektrofahrzeuge geben. Die Verbände plädieren jetzt schon für das System, um die Unfallgefahr zu senken.

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          Zum Tag der Verkehrssicherheit am Samstag fordern mehrere Verbände auf Initiative des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes ein künstliches Warngeräusch für alle Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Lautlose Elektrofahrzeuge stellten für Fußgänger und Radfahrer eine Unfallgefahr dar, die größer sei als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Besonders gefährdet seien nicht nur blinde und sehbehinderte Menschen, sondern auch Kinder, Fahrradfahrer, Ältere und Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung.

          Das Bündnis appelliert an alle Käufer und Besitzer von Hybrid- und E-Fahrzeugen, diese bereits jetzt mit einem AVAS auszustatten. AVAS steht für „Acoustic Vehicle Alerting System“ und soll erst ab Juli 2021 für alle neu zugelassenen Hybrid- und Elektrofahrzeuge verpflichtend werden. Das Problem aus Sicht der Verbände besteht darin, dass jedes Auto ohne AVAS zurzeit und in den kommenden zwei Jahren dauerhaft lautlos fahren werde und auf diese Weise zu einem gefährlichen Mischverkehr aus hörbaren und lautlosen Autos beitrage.

          Der frühere SPD-Chef Franz Müntefering, jetzt Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), sagte laut Mitteilung: „Wenn ältere Menschen von lautlos fahrenden Autos überrascht werden, ist das eine Gefahr, die zu unnötigen Unfällen führen kann. Wir dürfen nicht warten, bis noch mehr passiert.“

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