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Rekord-Besucherzahl erwartet : So wappnet sich Venedig für den Touristenansturm

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Über das lange Wochenende erwartet Venedig einen neuen Besucher-Rekord. Bild: dpa

Rund um den 1. Mai werden in Venedig besonders viele Besucher erwartet. Die Polizei will sich mit einem Notfallplan helfen – und greift zu außergewöhnlichen Maßnahmen.

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          Venedig wappnet sich mit Drehkreuzen für einen erwarteten Touristenansturm. Von diesem Samstag bis zum 1. Mai kann die Polizei Touristen an mehreren Stellen der Stadt den Zugang versperren und sie auf andere Wege umleiten, teilte die Kommune mit.

          Um die Besuchermassen in halbwegs geregelte Bahnen zu lenken, werden nach Informationen der Nachrichtenagentur Ansa an mehreren Plätzen Drehkreuze eingerichtet: etwa an der Ponte della Constituzione, die über den Canal Grande führt, sowie nahe dem Bahnhof Santa Lucia. Auch über die Brücke, die die Lagunenstadt mit dem Festland verbindet, könnten zeitweise nur bestimmte Verkehrsmittel wie Taxis rollen dürfen. Ist der Andrang zu groß, dürfen Touristenboote nicht vor dem Markusplatz anlegen.

          Auf der Website der Stadt kündigt Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro an, dass ab Samstag einige Straßen und Plätze auch komplett für Urlauber gesperrt werden. Es sollen Einbahnstraßen errichtet werden, größere Boote dürften im Stadtzentrum nicht mehr fahren. Auch der Zugang zur Piazzale Roma und zur Strada Nuova seien gesperrt. Urlauber, die zum Markusplatz oder zur Rialtobrücke wollten, würden umgeleitet. Einheimische und Pendler seien von der Regelung nicht betroffen.

          Pilotprojekt für den Sommer

          Touristen seien willkommen, solange sie die Stadt respektieren würden. „Gleichzeitig haben wir aber die Aufgabe, Venedig zu beschützen, deswegen probieren wir an diesem Wochenende ein neues Tourismus-Managementsystem aus“, wird Brugnaro auf der Website zitiert. Wenn die geplanten Maßnahmen erfolgreich sind, könnten die Drehkreuze auch zur Hauptsaison in den Sommermonaten eingesetzt werden.

          Aktuell leben in Venedig etwa 50.000 Menschen, dazu kommen pro Tag zehntausende Touristen. Aufgrund des Feiertags am Dienstag wird mit besonders vielen Besuchern in der ohnehin überlaufenen Stadt gerechnet. Fast alle Hotelzimmer sind ausgebucht, es werden noch mehr Besucher als am Osterwochenende erwartet, an dem rund 200.000 Besucher in die Stadt kamen. Venedig lebt vom Tourismus – allerdings gefährden die Massen auch die Welterbestätte. Seit Jahren werden deshalb Maßnahmen diskutiert, wie der Tourismus nachhaltiger gestaltet werden kann.

          Massentourismus als Problem : Der Untergang Venedigs

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