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„Uschi Glas hautnah Face Creme“ : Pusteln, Juckreiz und schuppige Haut

  • Aktualisiert am

Kämpft um den Ruf ihrer Creme: Uschi Glas Bild: dpa/dpaweb

Ein Jahr, nachdem die „Uschi Glas hautnah Face Creme“ von der Stiftung Warentest mit „mangelhaft“ bewertet wurde, hat die Schauspielerin den Schadensersatzprozeß gegen das Testinstitut verloren.

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          Ein Jahr nach dem vernichtenden Testergebnis über ihre Gesichtscreme hat die Schauspielerin Uschi Glas den Schadenersatzprozeß gegen die Stiftung Warentest verloren.

          Das Landgericht Berlin wies am Donnerstag die Klage der von Glas lizenzierten Herstellerfirma 4S-Marketing ab. Die Klägerin habe nicht nachgewiesen, daß der Test fehlerhaft war, erklärte der Vorsitzende Richter. Die Warentester hatten die „Uschi Glas hautnah Face Creme“ im April letzten Jahres mit mangelhaft bewertet. Die 61 Jahre alte Schauspielerin zog daraufhin vor Gericht.

          Umsatzeinbußen im sechsstelligen Bereich

          Es seien zuwenig Testpersonen eingesetzt worden, zudem gebe es Zweifel an der Neutralität des mit einem Gutachten beauftragten Prüfinstituts, hatten Glas Anwälte reklamiert. Die Stiftung Warentest wies die Vorwürfe zurück. Die Pflicht zur Neutralität sei eingehalten worden, sagte ihr Anwalt Ulrich Franz. Fast jede vierte Testerin habe die Versuche mit der Creme abgebrochen, weil sie davon Pusteln, Juckreiz oder schuppige Haut bekommen habe, hieß es zur Begründung.

          Glas bei der Farbmischung für ein Kosmetik-Produkt

          Die im TV-Shoppingkanal HSE 24 vertriebene Kosmetikserie erlitt in Folge des Berichts einen Umsatzrückgang, der nach den Worten der Glas-Anwältin Tanja Irion „deutlich sechsstellig“ ausfiel, also mehrere hunderttausend Euro betrug. Sie verwies zugleich auf den eingetretenen „Imageschaden“.

          Die Stiftung Warentest steht nach dem Prozeß weiter mit sauberer Weste da: In ihrer 40jährigen Geschichte ist sie nach eigenen Angaben noch nie rechtskräftig zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt worden.

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