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Amerika : Schlamperei mit gefährlichen Erregern in Regierungslaboren

  • Aktualisiert am

Vogelgrippevirus H7N9 Bild: Heinz G. Beer

Vogelgrippeviren verschickt, Verdacht auf Milzbrand-Erreger: Die amerikanische Gesundheitsbehörde hat eine Pannenserie in Regierungslaboren eingestanden.

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          Nach internen Untersuchungen hat die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC eine Reihe von Fällen schlampigen Umgangs mit gefährlichen Krankheitserregern eingestanden. Wie der Chef des Centers for Disease Control and Prevention (CDC), Tom Frieden, am Freitag mitteilte, wurde zuletzt vor etwa sechs Wochen eine Probe herkömmlicher Grippeviren mit dem hochgefährlichen Vogelgrippevirus H5N1 verunreinigt und von einem CDC-Labor im Bundesstaat Georgia an ein anderes Regierungslabor verschickt. Es sei aber niemand damit in Berührung gekommen. Das CDC-Labor sei vorerst geschlossen worden.

          Die Verunreinigung wurde im Zuge von Ermittlungen in einem weiteren Fall von Schlamperei entdeckt. Dabei gab es Anfang Juni Befürchtungen, dutzende Wissenschaftler eines Labors in Georgia könnten nach einer Panne gefährlichen Milzbranderregern (Anthrax) ausgesetzt gewesen sein. Dies scheint im Nachhinein nicht der Fall gewesen zu sein. Allerdings wurden die Forscher seinerzeit vorsorglich mit Antibiotika behandelt.

          Angesichts dieser und anderer Pannen in den vergangenen Jahren kündigte Frieden weitere Untersuchungen an. Nach seinen Angaben wurde zunächst jegliches Versenden von Proben zwischen Regierungslaboren gestoppt. „Wir müssen unsere Sicherheitsvorkehrungen in allen unseren Laboren überprüfen“, gab Frieden an. Disziplinarmaßnahmen gegen verantwortliche Mitarbeiter wegen der bekannt gewordenen Fälle schloss er nicht aus.

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