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Pflichtveranstaltung : Repräsentantenhaus beschließt Anti-Sexismus-Training

  • Aktualisiert am

Jackie Speier (zweite von links) spricht auf einer Pressekonferenz in Washington über sexuelle Belästigung im amerikanischen Kongress (Aufnahme vom 15. November 2017). Bild: AFP

Die amerikanische Politik reagiert auf die Weinstein-Affäre – und auf Vorwürfe gegen Leute aus den eigenen Reihen. Einstimmig hat das Repräsentantenhaus ein Anti-Sexismus-Training für alle Abgeordneten beschlossen.

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          Das amerikanische Repräsentantenhaus hat für alle Abgeordneten ein Training zur Vermeidung von sexuellen Übergriffen und Diskriminierung beschlossen. Ab nächstem Jahr sollen alle 435 Mitglieder des Abgeordnetenhauses sowie deren Mitarbeiter an Anti-Sexismus-Seminaren teilnehmen, entschieden die Abgeordneten am Mittwoch (Ortszeit) in einer Resolution einstimmig.

          „Sexuelle Belästigung ist an jeder Arbeitsstelle fehl am Platz. Der Beschluss für das Training ist ein wichtiger erster Schritt, um mit diesem Problem umzugehen“, sagte Repräsentantenhausvorsitzender Paul Ryan. Der Senat hatte bereits Anfang November für eine ähnliche Resolution gestimmt.

          Der Vorschlag für den jährlichen Kurs kommt unter anderem von der Republikanerin Barbara Comstock und der Demokratin Jackie Speier. Speier hatte jüngst veröffentlicht, selbst Opfer eines sexuellen Übergriffs durch einen Mann in einer Führungsposition geworden zu sein.

          Die Republikanerin Barbara Comstock hatte gemeinsam mit ihrer Kollegin von den Demokraten den Vorstoß gemacht.

          Die Weinstein-Affäre hat inzwischen auch die amerikanische Politik erreicht. Unter anderem äußerten Frauen Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen den Senator Al Franken und den demokratischen Abgeordneten John Coyners. Der republikanische Senatsanwärter Roy Moore aus Alabama soll sich an Minderjährigen vergangen haben.

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