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Hitzewelle in Amerika : „Es wird wirklich, wirklich schlimm“

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Am Strand von Coney Island in New York suchen Menschen Abkühlung. Den Aufenthalt im Freien sollte man jedoch in den kommenden Tagen vermeiden, warnt Bürgermeister de Blasio. Bild: AP

In New York und Teilen Ostkanadas sind bis zu 38 Grad zu erwarten. New Yorks Bürgermeister bittet Bürger im Haus zu bleiben, der Stromversorger versucht Bedenken über Blackouts zu zerstreuen.

          Die Vereinigten Staaten bereiten sich auf eine Hitzewelle vor. Knapp 150 Millionen Menschen vom Mittleren Westen bis zur Atlantikküste werden es nach Vorhersagen des Wetterdienstes National Weather Service (NWS) am Wochenende mit teils gesundheitsgefährdender Hitze zu tun bekommen. In Großstädten wie Washington und New York werden demnach Temperaturen bis zu 38 Grad erwartet, auch Teile Ostkanadas sind betroffen.

          Von Samstag bis Sonntag werde es „wirklich, wirklich schlimm“ werden, warnte der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio. „Passen Sie auf sich auf. Gehen Sie nicht raus in die Hitze, wenn es nicht sein muss.“ Die Stadt hat 500 öffentlich zugängliche klimatisierte Räume, sogenannte Abkühlzentren, eingerichtet. Der New York City Triathlon wurde abgesagt, ebenso seien weitere Sportveranstaltungen in den Staaten New York und Maryland abgesagt worden, wie CNN berichtete.

          „Wir sind auf alles vorbereitet, was diese Hitze bringen mag“, sagte Tim Cawley, der Präsident des Energieversorgers Consolidated Edison am Freitag in Manhattan. „Wir konnten nichts finden, das uns glauben machen würde, dass das System der Hitze nicht standhalten wird.“ Vor Ort seien Arbeiter in Zwölfstundenschichten im Einsatz, um die Systeme gegen die heraufziehende Hitze zu sichern. Am vergangenen Wochenende hatte ein Blackout für mehrere Stunden Manhattan lahm gelegt. Wenn durch die Hitze nun die Klimaanlagen in New York auf Hochtouren laufen, könnte das ein weiterer Belastungstest für den Energieversorger sein.

          Für Anfang der kommenden Woche sagen Meteorologen auch für Teile Europas eine neue Hitzewelle mit Temperaturen von örtlich über 40 Grad voraus. Im Juni waren bereits vielerorts Rekordtemperaturen gemessen. In Deutschland verzeichnete der Deutsche Wetterdienst den wärmsten und sonnigsten Juni seit Beginn flächendeckender Wetteraufzeichnungen vor fast 140 Jahren.


          Nach der Hitze folgt erhöhtes Unwetterpotenzial.

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