https://www.faz.net/-gum-8x28b

Vereinigte Staaten : Oberstes Gericht blockiert weitere Hinrichtung in Arkansas

  • Aktualisiert am

Das Mittel Midazolam. Weil sein Haltbarkeitsdatum abläuft, wollte Arkansas vom 17. bis zum 27. April acht Männer hinrichten. Menschenrechtsaktivisten hatten dagegen protestiert. Bild: AP

Weil die Haltbarkeit eines Teils des Giftcocktails abläuft, sollten im April mehrere Straftäter hingerichtet werden. Doch das Mittel ist umstritten. Die Vollstreckung eines weiteren Todesurteils ist ausgesetzt worden.

          1 Min.

          Der Oberste Gerichtshof des amerikanischen Bundesstaates Arkansas hat abermals eine Hinrichtung eines Häftlings blockiert. Die Richter hätten dem Antrag des 1994 wegen Mordes und Vergewaltigung verurteilten Stacey Johnson stattgegeben, die für Donnerstag geplante Vollstreckung von dessen Todesstrafe auszusetzen, schrieb die Generalstaatsanwältin von Arkansas, Leslie Rutledge, am Mittwoch (Ortszeit) auf Twitter.

          Zudem erließ ein Bezirksrichter eine einstweilige Verfügung gegen den Gebrauch des Mittels Vecuronium, das einen Teil der Giftmischung bei der Hinrichtung per Spritze bildet. Damit seien zunächst alle weiteren Exekutionen blockiert, schrieb die Zeitung „Arkansas Democrat-Gazette“ in ihrer Online-Ausgabe. Der Pharmahändler McKesson hatte geklagt, weil der Bundesstaat beim Kauf des Mittels angegeben habe, es zu medizinischen Zwecken benutzen zu wollen.

          Haltbarkeit des Giftes läuft ab

          Arkansas wollte ursprünglich vom 17. bis zum 27. April acht zum Tode verurteilte Straftäter hinrichten lassen, weil die Haltbarkeit des Mittels Midazolam Ende des Monats abläuft, das ebenfalls Teil des Giftcocktails ist. Die Verwendung dieser Substanz ist wegen Berichten über qualvolle Tode höchst umstritten.

          Bereits am vergangenen Samstag hatte eine Bundesrichterin alle acht Hinrichtungen vorübergehend gestoppt, ein Berufungsgericht die Entscheidung am Montag aber gekippt. Doch in einem anderen Verfahren setzte der Supreme Court von Arkansas zwei für Ostermontag vorgesehene Hinrichtungen aus. Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten bestätigte die Entscheidung. Am Donnerstag war neben der Exekution von Johnson noch eine weitere Hinrichtung geplant.

          Weitere Themen

          Briten impfen jetzt auch im Supermarkt

          Corona-Liveblog : Briten impfen jetzt auch im Supermarkt

          Mehrheit der Deutschen für innereuropäische Grenzschließungen +++ Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland unter 100 +++ Biontech-Vakzin wirkt gegen südafrikanische und britische Mutationen +++ Alle Entwicklungen im Liveblog.

          Moskau lockert Corona-Regeln Video-Seite öffnen

          Nachtleben pulsiert : Moskau lockert Corona-Regeln

          Das Nachtleben in Moskau pulsiert wieder. In der russischen Hauptstadt wurden die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelockert - Bars und Clubs dürfen wieder rund um die Uhr geöffnet sein.

          Topmeldungen

          Spritzen mit dem Corona-Impfstoff von Biontech-Pfizer

          Corona-Impfstoff : Was die Kooperation bei der Impfstoffherstellung schwierig macht

          Der französische Pharmakonzern Sanofi produziert künftig Corona-Impfstoff für Biontech. Das wirft die Frage auf, ob nicht noch mehr Kooperationen möglich sind. In Amerika wird bereits verhandelt.
          Der Hauptangeklagte im Prozess um den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke, Stephan Ernst (rechts), mit seinem Anwalt  am Tag der Urteilsverkündung

          Urteil im Lübcke-Prozess : Es war mehr als Mord

          Das Urteil im Lübcke-Prozess ist angemessen. Über die Sühne für die Tat hinaus sind jedoch weitere Konsequenzen nötig. Nichts lässt sich ungeschehen machen, aber Läuterung ist möglich.
          In der Schusslinie: Kölner Erzbischof Woelki könnte in einem Missbrauchsfall besser im Bilde gewesen sein, als er zugibt (Archivbild).

          Missbrauch in der Kirche : Verantwortliche ohne Namen

          Hat der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki 2015 einen Missbrauchsfall vertuscht? Der Verdacht wurde nach Rom gemeldet. Doch der Vatikan ließ die selbstgesetzte Antwortfrist verstreichen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.