https://www.faz.net/-gum-866o0

Urteil : Nur indirekter Zeugnisvermerk zu Legasthenie erlaubt

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Auf dem Zeugnis stand: Nichtbewertung wegen „fachärztlich festgestellter Legasthenie“. Drei Abiturienten zogen vor das Bundesverwaltungsgericht. Das Urteil: Ein Vermerk ist legitim – nicht jedoch der Hinweis auf eine Rechtschreibschwäche.

          Im Abitur-Zeugnis darf vermerkt sein, wenn eine bestimmte Leistung etwa wegen einer Rechtschreibschwäche nicht bewertet wurde. Das entschied am Mittwoch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig und bestätigte damit ein Urteil des Verwaltungsgerichts München.

          Den Leipziger Richtern lagen die Klagen von drei Abiturienten aus Bayern vor. Auf ihren Zeugnissen war vermerkt worden, dass wegen einer „fachärztlich festgestellten Legasthenie“ die Rechtschreibleistung der Betroffenen nicht gewertet worden sei. Durch diesen Eintrag fühlten sich die Kläger diskriminiert.

          Zwar sei es nicht statthaft, im Zeugnis auf eine Legasthenie hinzuweisen, ein Vermerk zu der nicht bewerteten Rechtschreibleistung sei jedoch erlaubt, entschied nun das Bundesverwaltungsgericht. Grundsätzlich müsse es für solche Vermerke jedoch eine gesetzliche Grundlage im Schulgesetz geben. Ein ministerieller Erlass alleine reiche nicht aus, entschieden die Leipziger Richter (Aktenzeichen: BVerwG 6 C 33.14 und 6 C 35.14).

          Weitere Themen

          Zwei Mumien auf dem  Weg zu neuem Ruhm Video-Seite öffnen

          Ägypten : Zwei Mumien auf dem Weg zu neuem Ruhm

          Der ägyptische Minister für Antiquitäten, Khaled El Anany, lässt es sich nicht nehmen, selbst auf die Wichtigkeit der Umbettung hinzuweisen.

          Achtjährige in Favela erschossen

          Proteste gegen Polizei in Rio : Achtjährige in Favela erschossen

          Ein Militärpolizist hatte dem Mädchen versehentlich in den Rücken geschossen. Der Fall wird von den Behörden untersucht – das es ist bereits das fünfte Kind, das in diesem Jahr in Rio in Folge von Polizeigewalt starb.

          Topmeldungen

          Thunberg beim Klimagipfel : „Wie könnt Ihr es wagen!“

          Greta Thunberg kritisiert beim UN-Klimagipfel in New York die zögerliche Haltung der Politik beim Klimaschutz und reicht eine Menschenrechtsbeschwerde ein. Bundeskanzlerin Merkel antwortet: „Wir alle haben den Weckruf der Jugend gehört.“

          Pendlerpauschale : Habecks Eigentor

          Es sei doch sympathisch, wenn Politiker mal zugeben, dass sie keine Ahnung haben, heißt es. Das stimmt – bei Robert Habeck und der Pendlerpauschale aber ist es fatal.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.