https://www.faz.net/-gum-9ql6y

Schlammlawinen und Hagel : Unwetter ziehen über Deutschland

  • Aktualisiert am

Schlammlawine in Gumperda nahe Jena Bild: dpa

Schlammlawinen, Hagel und umgestürzte Bäume: Über Teile Deutschlands sind Unwetter gezogen. In Berlin kam es zu einigen Flugausfällen.

          2 Min.

          In Teilen Deutschlands ist es am Mittwoch zu Unwettern gekommen.

          In Berlin kam es zu zahlreichen Flugausfällen. Am Airport Tegel mussten 48 Flüge gestrichen werden, wie ein Flughafensprecher am Abend der Deutschen Presse-Agentur sagte. Konkret seien es 24 Starts und 24 Landungen gewesen. Neben dem schlechten Wetter in der Hauptstadt seien auch zum Teil Unwetter in Spanien Ursache gewesen. Weitere Flüge verspäteten sich zum Teil erheblich. In Tegel gibt es pro Tag etwa 500 Starts und Landungen. Am Flughafen Schönefeld wurden zwar keine Flüge gestrichen, hier wurde aber die Abfertigung am Abend für eine halbe Stunde eingestellt. Grund war die Gefahr von Blitzeinschlägen. Dadurch kam es ebenfalls zu einigen Flugverspätungen.

          Durch Gumperda bei Jena rutschte am Nachmittag eine Schlammlawine. Nach Angaben der Feuerwehr flossen Teile von Feldern einer Hanglage durch den Ort. Die Straße stand im Dorf rund 20 Zentimeter, stellenweise sogar bis zu einem halben Meter unter Wasser und Schlamm. Die Feuerwehr beseitigte den Schlamm mit schwerem Gerät und rund 20 Einsatzkräften. Auch einige vollgelaufene Keller mussten ausgepumpt werden.

          In Schwerin sorgte am Abend ein kräftiger Gewitterschauer mit Hagel für erhebliche Verkehrsbehinderungen und einen Dauereinsatz der Feuerwehren. Wie tags zuvor in Rostock gingen in kurzer Zeit große Regenmengen nieder. Straßen wurden überflutet, aus Gullydeckeln sprudelte das Wasser. Die Einsatzkräfte mussten vollgelaufene Keller leerpumpen. In vielen Gebäuden stand das Wasser kniehoch.

          Temperaturen sinken bald deutlich

          Auch in der Pfalz gab es teilweise Gewitter mit Platzregen und starken Windböen. In Ludwigshafen liefen mehrere Keller mit Wasser voll. Ein Polizeisprecher sagte, dass größere Äste von Bäumen gebrochen und heruntergestürzt seien. Die Feuerwehr sprach von mehr als 70 Notrufen und 18 Einsätzen. Laut Polizeisprecher dauerte das Gewitter gerade einmal 25 Minuten.

          Wie wird das Wetter bei Ihnen? Schauen Sie hier nach.

          Ebenso in Dresden und Hamburg gab es im Laufe des Mittwochs Unwetter. In der sächsischen Landeshauptstadt stürzte ein Baum auf mehrere Fahrzeuge. Menschen wurden bei dem Gewitter in der Stauffenbergallee im Norden der Stadt nicht verletzt, sagte ein Sprecher der Dresdner Polizei. Vier Autos und ein Motorroller seien beschädigt worden. Das Unwetter sei sehr lokal gewesen, an anderen Stellen in der Stadt habe man davon gar nichts bemerkt, erklärte der Sprecher weiter.

          Im Norden soll es in der Nacht zum Donnerstag deutlich kühler werden. Erst Donnerstagmittag soll sich die Wetterlage wieder normalisieren. Im Süden Deutschlands bleibt es noch bis Samstag recht warm, von Sonntag – spätestens Montag – an fallen die Temperaturen deutlich.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

           Unsere Sprinter-Autorin: Jessica von Blazekovic

          F.A.Z.-Sprinter : Anschnallen, bitte!

          Während sich Großbritannien auf einen Showdown vorbereitet, geht das dramatische Kräftemessen zwischen dem türkischen Militär und der kurdischen Miliz YPG weiter. In Deutschland stehen die Zeichen auf Abschwung. Der F.A.Z.-Sprinter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.