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Unwetter : Große Schäden nach heftigen Sommergewittern

  • Aktualisiert am

In vielen Regionen Deutschlands sorgten Unwetter mit Blitz und Donner für Schäden in Millionenhöhe. Besonders betroffen war Nordrhein-Westfalen.

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          Ein von Blitz und Donner begleitetes Unwetter hat am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag in einigen Teilen Deutschlands große Schäden angerichtet. Besonders betroffen waren Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Nach Behördenangaben von Donnerstagmorgen entstand in Baden-Württemberg bei 4 Bränden nach Blitzeinschlägen ein Sachschaden von insgesamt rund 6 Millionen Mark.

          In Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Unterfranken wurden Straßen und Keller überflutet. Wegen Überflutung war der Stuttgarter Flughafentunnel im Zuge der B 312 zuerst total und am Morgen noch halbseitig gesperrt. Nach einem Sturzregen musste die Feuerwehr in Stuttgart wegen der überlasteten Kanalisation mehr als 100 Keller leer pumpen.

          Sturmböen im Schwarzwald

          Im Schwarzwald knickten Sturmböen Bäume um, ohne dass besonderer Sachschaden entstand. Im südlichen Landkreis Würzburg fiel nach Polizeiangaben in einigen Ortschaften vorübergehend der Strom aus. In Würzburg standen Straßensenken und Unterführungen bis zu einen halben Meter unter Wasser. Im Münsterland meldeten die Feuerwehren am Mittwochabend „Land unter“. Allein in der Stadt Münster waren 100 Keller voll gelaufen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr, der Notruf stehe nicht still.

          Bäume kippten auf Straßen

          Auch in Essen gab es zahlreiche voll gelaufene Keller. Vielerorts in Nordrhein-Westfalen kippten Bäume auf die Fahrbahnen und machten sie unpassierbar, Verkehrsampeln fielen nach Blitzeinschlägen aus. Es kam zu zahlreichen Unfällen. Im Regierungsbezirk Düsseldorf standen viele Autobahnen mehrere Zentimeter unter Wasser. In Gütersloh entgingen nach einem Blitzeinschlag drei Jugendliche nur knapp dem Tod. Sie hatten unter einer Eiche Schutz vor einem Gewitterguss gesucht, als der Blitz in den Baum eingeschlagen sei, teilte die Polizei mit.

          Sommer stellt sich dauerhaft ein

          Nach der Abkühlung am Donnerstag soll sich im Südwesten auf Dauer Sommerwetter wie im Bilderbuch breit machen. Eine rasche neue Erwärmung dauert vermutlich bis weit in die nächste Woche hinein. Die Regel vom Siebenschläfer am 27. Juni lässt sich sogar langfristig günstig interpretieren. Am Wochenende und danach liegen die Höchsttemperaturen meist bei 25 und am Oberrhein bis zu 30 Grad. Dabei sind allerdings manchmal auch Wolken, Schwüle, Gewitter und Schauer zu erwarten.

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