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Süditalien : Zwölf Feldarbeiter sterben bei Lkw-Unfall

  • Aktualisiert am

Erntehelfer aus Afrika wohnen in Italien meist in Slums. Bild: Wiesinger, Ricardo

In der süditalienischen Provinz Foggia sind zwölf ausländische Erntehelfer tödlich verunglückt. Es ist der zweite folgenschwere Unfall innerhalb weniger Tage.

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          Zwölf Menschen sind bei einem Zusammenstoß eines Lastwagens mit einem Transporter in der süditalienischen Provinz Foggia ums Leben gekommen. Alle Opfer sind ausländische Feldarbeiter, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa nach dem Unfall am Montagnachmittag unter Berufung auf die Polizei berichtete. Die Migranten seien in dem Transporter von Feldern zurückgekehrt, auf denen sie Tomaten gepflückt hatten. Die zwei übrigen Insassen des Transporters und der Fahrer des Lastwagens wurden verletzt. Sie waren laut Ansa nicht in Lebensgefahr.

          „In Italien sind Tausende Migranten Schwarzarbeiter, oft werden sie auf den Feldern ausgebeutet“, schrieb der Sprecher der Internationalen Organisation für Migration, Flavio Di Giacomo, auf Twitter. Italiens Vize-Premierminister Luigi Di Maio von der Fünf-Sterne-Bewegung sprach den Opfern sein Mitgefühl aus.

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          Vor Corona : Wie Flüchtlinge in Italiens größtem Slum leben Bild: Wiesinger, Ricardo

          Bereits am Samstag hatte es nahe der Provinzhauptstadt Foggia einen ähnlichen Unfall gegeben: Vier afrikanische Feldarbeiter kamen dabei ums Leben, vier weitere wurden verletzt.

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