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Wintereinbruch : Skiwanderer in Bayern von Ast erschlagen

  • Aktualisiert am

Lawinen-Warnschild im Raum Innsbruck Bild: dpa

In Bayern ist ein Skiwanderer von einem Ast erschlagen worden, der unter der Schneelast abgebrochen ist. Auch in Österreich forderte der Wintereinbruch zwei Todesopfer.

          In Bayern hat es nach dem heftigen Wintereinbruch einen tödlichen Skiunfall gegeben. Ein 45-jähriger Skiwanderer wurde auf dem Blomberg bei Bad Tölz in Südbayern von einem herabfallenden Ast erschlagen, wie ein Polizeisprecher am Montag sagte. Der Ast brach demnach unter der schweren Schneelast vom Baum ab, der Skitourengänger erlitt bei dem Unglück am Sonntagnachmittag einen Genickbruch und war sofort tot.

          Wegen der starken Schneefälle in Bayern ist auch die Lawinengefahr derzeit besonders hoch. Am Samstag war eine junge Frau bei einer Skitour in Oberbayern von einer Lawine erfasst und getötet worden.

          Noch immer gibt es Behinderungen auf den Straßen und beim Bahnverkehr, obwohl der Schneefall in der Nacht zum Montag etwas abflaute. Hinzu kommen Straßensperrungen wegen Lawinengefahr. Überall in den deutschen Alpen herrscht die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Für die nächsten Tage sind weitere Schneefälle angekündigt.

          In vielen Schulen fällt der Unterricht aus

          Im Laufe des Montags seien etwa im Landkreis Berchtesgadener Land bis zu 20 Zentimeter, im Allgäu bis zu fünf Zentimeter Neuschnee möglich, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in der Nacht. Er warnte vor Lawinen und Schneebrüchen wie herabbrechenden Ästen.

          Freuen dürften sich Schulkinder im Süden Bayerns: In mehreren Landkreisen sowie in Lindau fällt am Montag an vielen Schulen der Unterricht aus. Behörden, Feuerwehr und Hilfskräfte dürften im Laufe des Tages vor allem versuchen, den Betrieb des öffentlichen Nah- und Regionalverkehrs wieder auf die Beine zu stellen. Wegen Bäumen, die unter der Schneelast auf die Oberleitungen gefallen waren, war es am Wochenende zu zahlreichen Ausfällen und Sperrungen gekommen.

          Bei Lawinenunglücken im österreichischen Vorarlberg waren zudem am Sonntag zwei deutsche Skifahrer ums Leben gekommen. Ein 32-Jähriger wurde im Skigebiet Damüls abseits der gesicherten Piste von den Schneemassen erfasst, wie die Polizei nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA mitteilte. Seine 25-jährige Begleiterin habe einen Notruf abgesetzt. Die Wiederbelebungsversuche der Rettungskräfte blieben aber erfolglos.

          Im nahegelegenen Schoppernau kam ein 26-jähriger Deutscher ums Leben. Er war nach Polizeiangaben ebenfalls abseits der Piste unterwegs. Seine Begleiterin alarmierte die Rettungskräfte, denen es aber nicht gelang, den Mann zu reanimieren. In Vorarlberg galt am Sonntag die zweithöchste Lawinenwarnstufe.

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