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Auf Autobahnen : Zu hohe Geschwindigkeit weiter häufige Unfallursache

  • Aktualisiert am

Umgekippter Lastwagen auf der A3 nahe dem Kreuz Bonn/Siegburg Bild: dpa

In fast der Hälfte der tödlichen Unfälle auf Autobahnen spielte zu hohe Geschwindigkeit eine Rolle, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Bestimmte Strecken sind besonders gefährlich.

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          Bei tödlichen Unfällen auf Autobahnen hat im Jahr 2018 in fast der Hälfte der Fälle unangepasste Geschwindigkeit eine Rolle gespielt. Insgesamt kamen 424 Menschen auf deutschen Autobahnen ums Leben, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitgeteilt hat. Das sind 15 Unfalltote mehr als 2017. Die Geschwindigkeit sei in 196 Fällen mitverantwortlich gewesen – das seien 46 Prozent der tödlichen Unfälle.

          Insgesamt 71 Prozent der Todesfälle wurden laut der Mitteilung auf Strecken ohne Tempolimit gezählt. Allerdings liege auch der Anteil von Strecken ohne Geschwindigkeitsbegrenzung am gesamten Autobahnnetz bei 70 Prozent. Dies relativiere den hohen Anteil der Unfalltoten auf diesen Strecken.

          Dem Statistischen Bundesamt zufolge war auf Abschnitten ohne Tempolimit unangepasste Geschwindigkeit in 45 Prozent der Fälle eine Unfallursache und betraf 135 von 301 Unfalltoten. Auf Streckenabschnitten mit Geschwindigkeitsbegrenzung waren es 50 Prozent der tödlich Verunglückten – beziehungsweise 61 von 123 Unfalltoten.

          Unangepasste Geschwindigkeit bedeutet nach der Straßenverkehrsordnung, dass die Geschwindigkeit nach Straßen-, Verkehrs-, Sicht- oder Wetterverhältnissen oder den persönlichen Fähigkeiten des Fahrers zu hoch war. Oft geht „nicht angepasste Geschwindigkeit“ auch mit mangelndem Abstand einher. Zu geringe Abstände zwischen den Fahrzeugen gehören ebenfalls zu den Hauptunfallursachen.

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