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Hochwasser : Zahl der Todesopfer in Rheinland-Pfalz steigt auf 28

  • Aktualisiert am

Die über die Ufer getretene Ahr reißt vieles mit – auch Häuser und Autos. Bild: EPA

Die extremen Fluten in Rheinland-Pfalz haben neun weitere Menschenleben gefordert. Viele Personen werden noch vermisst. Die Bundeswehr hilft mit hunderten Soldaten.

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          Bei verheerenden Unwettern in Rheinland-Pfalz sind mindestens 28 Menschen ums Leben gekommen. Innenminister Roger Lewentz (SPD) sagte am Donnerstagabend im SWR Fernsehen, nach bereits 19 bestätigten Todesfällen habe sich die Zahl der Toten um weitere neun erhöht. Dabei handelt es sich um Bewohner einer Behinderteneinrichtung in Sinzig, wie eine Ministeriumssprecherin bestätigte. Die Fluten seien schneller gekommen, als die Menschen hätten in Sicherheit gebracht werden können. Der Einsatz an der Einrichtung lief am Abend noch.

          Auch mögliche weitere Opfer seien angesichts der großen Zahl von rund 40 bis 60 weiterhin vermissten Menschen zu befürchten, machte der Innenminister deutlich.„Wenn Menschen über so viele Stunden vermisst sind und man natürlich überall um die Katastrophe weiß, dann sind es einige, die sich aus welchen Gründen auch immer – hier muss man das Schlimmste denken – nicht zurückgemeldet haben, so dass die Nacht, die nächsten Tage möglicherweise auch diese Zahl noch einmal nach oben schnellen lässt“, sagte Lewentz.

          Schwerpunkt der Katastrophe ist der Kreis Ahrweiler. Allein im 700 Einwohner zählenden Dorf Schuld an der Ahr waren sechs Häuser eingestürzt, etwa 40 Prozent der weiteren Wohngebäude wurden beschädigt. Erhebliche Schäden gab es auch in weiteren Regionen der Eifel sowie im Landkreis Trier-Saarburg.

          Unterdessen hat die Bundeswehr nach der Unwetterkatastrophe im Westen Deutschlands weitere Soldaten in den Hilfseinsatz geschickt. So helfen im Landkreis Ahrweiler 100 Soldaten. Sie nutzen fünf „tiefwatfähige Fahrzeuge“, die also auch in überschwemmten Straßenzügen noch vorankommen, vier Radlader und 2 Rettungshubschrauber „SAR“ der Bundeswehr. Insgesamt befanden sich nach Angaben der Bundeswehr dort elf Hubschrauber im Einsatz, auch um von den Fluten eingeschlossene Menschen zu retten.

          Im Eifelkreis Bitburg-Prüm war die Bundeswehr mit fünf Krankenwagen und Besatzung unterwegs und errichtete auch sieben mobile Satellitenanlagen, um eine Kommunikation für abgeschnittene Orte wieder herzustellen. Im Raum Trier-Saarburg wurde bei der Evakuierung eines Altenheims geholfen. Dort wurden 110 Menschen in Sicherheit gebracht, darunter 45 bettlägerige Bewohner.

          Im Raum Trier-Saarburg sind 40 Soldaten mit 12 Booten und einem „Jetlowsystem“ – eine Art Fähre – unterwegs. Zudem war ein Lautsprechersystem-Dingo im Einsatz, um die Evakuierung der Dörfer Ralingen, Wintersdorf und Kordel zu unterstützten. Dabei ging es darum, 500 Menschen zu retten.

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