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Esslingen : Familie mit zwei Kindern tot aufgefunden

  • Aktualisiert am

Großeinsatz in Esslingen: Die Polizei geht derzeit von vier Toten aus. Bild: dpa

In einem Wohnhaus im baden-württembergischen Esslingen ist eine vierköpfige Familie tot geborgen worden. Die Polizei hat dort erhöhte Werte von Kohlenmonoxid festgestellt.

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          Bei einem Unglück in einem Haus in Esslingen bei Stuttgart sind nach Angaben der Polizei vier Menschen ums Leben gekommen. Dabei handelt es sich der Polizei zufolge um eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern. „Wir gehen von einem tragischen Unglück aus“, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Das Gebäude im Ortsteil Mettingen sei aktuell noch nicht zu betreten, teilte ein Sprecher der Polizei am Mittag mit. Kurz vorher twitterte die Polizei Reutlingen: „Es gibt Hinweise auf eine deutlich erhöhte CO (Kohlenmonoxid)-Konzentration im Gebäude.“

          Angehörige wollten demnach die türkischstämmige Familie besuchen, aber niemand öffnete die Tür. Die Besucher entdeckten bei einem Blick durch ein Fenster leblose Körper im Hausinneren und alarmierten die Behörden. Das Alter der Eltern gab die Polizei mit jeweils 29 Jahren an. Ein Junge sei vier Jahre und ein Mädchen drei Jahre alt gewesen.

          An dem Wohnhaus standen Rettungswagen, auch ein Fahrzeug eines Gas-Notdienstes war zu sehen. Die Feuerwehr führe Messungen im und am Gebäude durch, berichtete die Polizei.

          Wie es zu dieser überhöhten Gas-Konzentration kommen konnte, sei noch unklar, sagte der Sprecher. Derzeit sei noch nicht klar, wie die Menschen zu Tode kamen.

          Immer wieder kommt es zu Unglücken mit Kohlenmonoxid. Erst im Januar hatte sich eine Familie in Ludwigsburg beim Heizen damit vergiftet. Das sehr giftige Kohlenmonoxid (CO) ist ein brennbares, farb- und geruchloses Gas. Es entsteht unter anderem, wenn Materialien wie Holz, Kohle oder Gas ohne genügend Sauerstoff verbrennen, etwa in geschlossenen Räumen oder bei defekten Heizanlagen. Auch bei der Lagerung von Holzpellets kann CO entstehen.

          Auch an Stromaggregaten, die meist mit Diesel oder Benzin betrieben werden, entstehen giftige Abgase wie Kohlenmonoxid. Ein solches Aggregat, das die Versorgung mit Energie unabhängig vom Stromnetz sicherstellt, sollte also nicht in geschlossenen oder schlecht belüfteten Räumen genutzt werden.

          Kohlenmonoxid blockiert den Transport von Sauerstoff im Blut. Bei einer Vergiftung kommt es zu Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Bewusstlosigkeit - und im schlimmsten Fall zum Erstickungstod.

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