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Winterwetter : Dieser Schnee kostet Millionen

  • Aktualisiert am

„Kirchendiener” in Bodenmais Bild: dpa/dpaweb

Die Schneekatastrophe in Ostbayern dürfte nach ersten Schätzungen Schäden in mehrstelliger Millionenhöhe nach sich ziehen. Noch immer sind Tausende Helfer im Einsatz, Schulen geschlossen und Gebäude einsturzgefährdet.

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          Die Schneekatastrophe in Ostbayern dürfte nach ersten Schätzungen der Behörden zu Schäden in mehrstelliger Millionenhöhe geführt haben. Ein Sprecher des besonders betroffenen Landkreises Regen sagte am Montag, allein in diesem Landkreis dürften sich Schäden und Kosten für den Einsatz von Helfern auf eine zweistellige Millionenhöhe summieren.

          Viele Häuser seien wahrscheinlich durch die tonnenschweren Schneelasten nachhaltig beschädigt, auch wenn sie die jetzige Last noch ausgehalten hätten. „Die Schäden sind enorm“, sagte er. Im Kreis Regen sowie in den drei Kreisen Passau, Freyung-Grafenau und Deggendorf galt weiter Katastrophenalarm, im Kreis Straubing-Bogen wurde er am Sonntag aufgehoben.

          Dächer abschaufeln, Straßen befreien

          Auch am Montag waren nach Angaben des bayerischen Innenministerium rund 4000 Helfer im Einsatz, um Dächer abzuschaufeln, Straßen von mannshohen Schneebergen zu befreien oder sich einen Weg zu abgeschnittenen Dörfern zu bahnen. Unter den Helfern befanden sich auch knapp 1000 Soldaten der Bundeswehr. Insgesamt kamen bei der Schneekatastrophe bislang fünf Menschen ums Leben. Ein 70 Jahre alter Mann wurde nach Angaben der Polizei in Spiegelau im Landkreis Freyung-Grafenau von einer Dachlawine in die Tiefe gerissen, als er von seinem Haus den schweren Schnee herunterräumen wollte. Der Rentner war bei der Arbeit auf dem Dach nicht angeseilt.

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          Winterwetter : Dieser Schnee kostet Millionen

          In mehreren betroffenen Landkreisen wurden die Bürger aufgerufen, die Dächer ihrer Häuser freizuräumen. Ansonsten drohe durch erwartetes Tauwetter mit Regen zur Wochenmitte neue Gefahr. Der Sprecher des Landratsamtes Regen sagte, durch Regen werde Schnee um den Faktor drei schwerer. Daher würden mit Nachdruck nun alle Dächer freigeräumt. „Wir haben gestern abend mit schaufeln aufgehört, und heute morgen wieder mit schaufeln angefangen“, sagte er. Viele Schulen blieben weiterhin geschlossen.

          Weiterhin Notstand in Zwiesel

          Das Stadtgebiet von Zwiesel, wo sich meterhoch der Schnee türmt, ist am Montag für den privaten Autoverkehr gesperrt worden. Die Straßen sollten für Lastwagen freigehalten werden, die den Schnee aus dem Ort bringen, erklärte ein Sprecher des Landratsamtes im niederbayerischen Regen. Die von den Dächern herabgeschaufelten Schneemassen hätten die Wege zusätzlich verstopft und müßten mit Lastern weggebracht werden. Zwiesel ist vom Schneechaos in Niederbayern besonders stark betroffen.

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