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Wiederaufbau von Notre-Dame : Behörde sucht passende Steine

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Die eingerüstete Kathedrale Notre-Dame im Juni 2020 Bild: dpa

Knapp zwei Jahre ist es her, dass die Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert durch ein Feuer beinahe gänzlich zerstört wurde. Nun sucht eine Behörde nach Steinbrüchen, die den passenden Kalkstein aus dem Pariser Becken noch immer fördern.

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          Frankreich sucht passende Steine für den Wiederaufbau der bei einem Brand schwer beschädigten Pariser Kathedrale Notre-Dame. Gemeinsam mit dem Büro für Geologie- und Bergbauforschung sollen Steine identifiziert werden, die ästhetisch und physikalisch mit den beschädigten Steinen kompatibel sind. Das teilte das für den Wiederaufbau zuständige Établissement Public am Mittwoch mit.

          Die Restaurierung erfordere neue, mit dem Gebäude kompatible Steine – und zwar in größeren Mengen als bei der Restaurierung normaler historischer Denkmäler. Im Rahmen des Programms, das bereits im vergangenen Sommer ins Leben gerufen worden war, gibt es umfassende geologische Untersuchungen in Steinbrüchen.

          Die berühmte Pariser Kathedrale wurde zwischen 1163 bis 1345 mit Kalksteinen aus dem Pariser Becken errichtet. Solche Steine würden auch heute noch in einigen Steinbrüchen rund um Paris abgebaut, so das Établissement Public. Die Eigenschaften dieser Steine müssten nun überprüft werden, um schließlich geeignete Steine zu finden. Man konzentriere sich dabei auf bekannte Steinbrüche, aber auch auf bisher unerschlossene Vorkommen. Der Abschluss ist für Sommer 2021 geplant.

          Die Kathedrale wurde im Frühjahr 2019 bei einem Brand schwer beschädigt. Das Inferno im Herzen der französischen Hauptstadt hatte international Erschütterung ausgelöst. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte damals einen Wiederaufbau innerhalb von fünf Jahren versprochen.

          Ende vergangenen Jahres war ein bei dem Brand verformtes Gerüst abgebaut worden. Frankreichs Kulturministerin Roselyne Bachelot hatte daraufhin erklärt, dass die Kathedrale gerettet sei. Zuvor hatte es immer wieder Zweifel an der Standhaftigkeit des alten Gebäudes gegeben.

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