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Kambodscha : Begraben unter einem „Tofu-Bau“?

Rettungskräfte räumen Trümmer nach dem Einsturz des Rohbaus in Sihanoukville. Bild: dpa

In dem Küstenort Sihanoukville stürzt ein Gebäude ein. Mindestens 18 Menschen kommen ums Leben. Das Unglück wirft auch ein Schlaglicht auf den Bauboom chinesischer Hotels und Casinos in dem Ort.

          Die Ursachen des Unglücks sind noch ungeklärt. Aber Beobachter sprechen schon davon, dass es sich bei dem eingestürzten Gebäude in Sihanoukville um einen sogenannten Tofu-Bau gehandelt haben könnte. Mit diesem Begriff werden in China im Volksmund Häuser minderer Bauqualität bezeichnet, die etwa bei Naturkatastrophen wie Erdbeben zusammenfallen, als ob sie nicht aus hartem Beton, sondern aus weichem Bohnenkäse gemacht wurden. Meistens liegt das daran, dass korrupte Bauunternehmer minderwertige Baumaterialien verwendet oder auf wichtige Stahlverstärkungen in den Mauern verzichtet haben. Da die Besitzer des Unglücksgebäudes in Kambodscha Chinesen sein sollen, wurde dieser vor allem seit dem Erdbeben im Jahr 2008 im chinesischen Sichuan bekannte Begriff sogleich aufgegriffen.

          Till Fähnders

          Politischer Korrespondent für Südostasien.

          Nach Angaben der Behörden sind auch schon vier Menschen festgenommen worden, die für den Bau verantwortlich gewesen sein sollen, darunter sowohl Chinesen als auch Kambodschaner. Der siebenstöckige Rohbau war am frühen Samstagmorgen in sich zusammengefallen und hatte eine unbekannte Zahl von Menschen unter sich begraben. Mindestens 18 Menschen wurden getötet, 24 Menschen wurden verletzt. Dabei soll es sich überwiegend um Bauarbeiter handeln, die in dem Gebäude übernachtet hatten. Hunderte Rettungskräfte suchten auch am Sonntag noch in den Trümmern nach Überlebenden. Ein Arbeiter berichtete der Nachrichtenagentur AP, dass das Gebäude vor dem Zusammenbruch gezittert habe. „Es ging zu schnell, um zu entkommen“, sagte Nhor Chandeun aus dem Krankenhaus.

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