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Policen schützen Besitzer : Was zahlen die Versicherungen bei Bränden in Kalifornien?

Nur noch Trümmer: abgebranntes Pflegeheim in Paradise Bild: dpa

Schäden durch Waldbrände werden über die typischen Hausbesitzer-Policen beglichen. Weil in Kalifornien das Risiko höher als in anderen Bundesstaaten ist, müssen Eigentümer aber höhere Prämien zahlen.

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          Das öffentliche Interesse und das Erkenntnisinteresse von Versicherern gehen leider oft auseinander. Gerade wenn die Öffentlichkeit Fragen an die sperrige Branche hat, kann diese noch nicht liefern. Wenn die Schadenanalysten dann übers Land gefahren sind, nutzt das zwar den Kunden und den Unternehmen, aber die allgemeine Öffentlichkeit hat ihr Interesse längst verloren. Deshalb gibt es auf die Folgen der Waldbrände in Kalifornien bislang wenige Antworten. Keiner kann abschätzen, wie hoch die Schäden sein könnten und wie stark die Betroffenen entschädigt werden dürften.

          Philipp Krohn
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Doch in den vergangenen Jahren hat es in Kalifornien wegen der Dürre häufiger gebrannt und so lassen sich vielleicht Schlüsse aus früheren Ereignissen für jetzt ziehen. So hat das Valley-Feuer im Jahr 2015 volkswirtschaftliche Schäden von 1,8 Milliarden Dollar ausgelöst und war damit der teuerste Schaden seit dem Witch-Feuer in San Diego 2007 und dem Feuersturm von Oakland Hills 1991 – also ein außergewöhnlich schadenreiches Ereignis, ist vom weltgrößten Rückversicherer Munich Re in Erfahrung zu bringen.

          Interessant daran ist eine andere Zahl: Von diesen 1,8 Milliarden Dollar übernahm die Versicherungswirtschaft 1,2 Milliarden. Das ist ein sehr hoher Anteil, man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer sehr hohen Versicherungsdichte. Viele Betroffene besitzen einen Versicherungsschutz. Gleichzeitig sind die Policen so strukturiert, dass sie beim Auftreten dieses Risikos zahlen.

          Waldbrände werden über die typischen Hausbesitzer-Policen beglichen. Wenn das Haus durch Feuer oder Rauch beschädigt wurde, greift der Versicherungsschutz. Bis zu einer vorher bestimmten Grenze übernimmt der Anbieter auch die Kosten, die durch Inhaltsverluste entstehen. Zusätzliche Lebenshaltungskosten, die entstehen, weil das Haus durch den Brand unbewohnbar ist, gehören ebenfalls zu der Deckung – also etwa der Aufenthalt in einem Hotel oder einer anderen vorübergehenden Bleibe.

          Der Versicherer zahlt so lange, bis der Schaden repariert oder das Haus wieder bewohnbar ist. Mieter und Eigenheimbesitzer sind durch diese Feuerversicherung gleichermaßen geschützt. Auch die Autoversicherung kommt zum Teil für Brandschäden auf. Und wenn Feuerwehrleute beim Löschen einen Schaden verursachen, ist auch das Teil der Police. In Kalifornien ist das Waldbrandrisiko höher als in anderen Bundesstaaten, deshalb müssen Eigentümer höhere Prämien zahlen.

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