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Pedelecs im Blickpunkt : Warum es immer mehr Unfälle mit Radfahrern gibt

  • -Aktualisiert am

Verunglückt: Die Polizei wird immer öfter zu schweren Radunfällen gerufen. Bild: dpa

Die Zahl der verletzten Radfahrer in Hessen ist in diesem Frühjahr gestiegen. Vor allem enden immer mehr Unfälle tödlich. Dafür gibt es mehrere Gründe.

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          Der heftige Aufprall hat den Radfahrer vermutlich vollkommen überraschend getroffen. Als der 73 Jahre alte Mann Anfang Juli auf der Landstraße nach Münster im Landkreis Darmstadt-Dieburg unterwegs war, fuhr ein Autofahrer von hinten auf. Der Mann stürzte und starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Vor einigen Tagen wurde ein 64 Jahre alter Radler auf der Bundesstraße 54 bei Wiesbaden ebenfalls von einem Auto erfasst. Auch er erlag in einer Klinik seinen Verletzungen. Die beiden verunglückten Männer sind noch nicht in der jüngsten Verkehrsunfall-Statistik des hessischen Statistischen Landesamts erfasst. Trotzdem ist ein besorgniserregender Trend deutlich zu erkennen: Die Zahl der verletzten und getöteten Radfahrer hat im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zugenommen.

          Nach Auskunft der Statistiker wurden im Mai dieses Jahres 420 Radfahrer (inklusive Pedelec-Fahrer) bei Verkehrsunfällen verletzt. Im Vorjahresmonat waren es 366. Damit ist ihre Zahl um 14 Prozent gestiegen. Im Zeitraum von Januar bis Mai dieses Jahres verzeichneten die Mitarbeiter des Landesamtes insgesamt 1360 verletzte und gestorbene Radfahrer in Hessen. Im Vorjahreszeitraum waren es 1281. Das sind 79 mehr und damit eine Steigerung um sechs Prozent.

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