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Eisschmelze legt Teile frei : Wanderer finden Flugzeugwrack fünfzig Jahre nach dem Absturz

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Die Eisschmelze hat die Teile eines 1968 abgestürzten Kleinflugzeugs auf dem Aletschgletscher wieder zum Vorschein gebracht. Bild: dpa

Im Juni 1968 kamen drei Personen beim Absturz eines Kleinflugzeuges in den Schweizer Alpen ums Leben. Durch Zufall hat eine Wandertruppe nun die Überreste der Maschine entdeckt.

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          Der Zufall war schon immer ein Garant für größere und kleinere Entdeckungen, so auch in diesem Fall. Der Bergführer Dominik Nellen war mit einer Gruppe unterwegs vom Jungfraujoch zur Konkordia­hütte im Schweizer Fieschertal, entschied sich dieses Mal aber für eine andere Route. Und so erblickten er und seine Truppe auf dem Aletschgletscher etwas, was sie von Weitem für zwei Rucksäcke hielten, das sich dann aber als Flugzeugwrack entpuppte.

          „Wir fanden ein Brillenetui, einen nassen Hut und auch Einzelteile des Fliegers wie den Sitz und den Flügel“, berichtete Nellen dem Schweizer „Blick“. Nach Angaben des Hüttenwarts der Konkordiahütte, Stefan Gafner, liegen die Teile in einem Umkreis von etwa 200 Metern verstreut.

          Ersten Ermittlungen der Kantonspolizei Wallis zufolge handelt es sich bei dem Flugzeug um eine Piper Cherokee, die vor mehr als 50 Jahren in den Schweizer Alpen abgestürzt war. Wie Schweizer Medien berichteten, waren bei dem Absturz im Juni 1968 drei Insassen tödlich verunglückt, ein Lehrer, ein Arzt sowie dessen Sohn. Demnach konnten die ­Leichen damals geborgen werden, der Abtransport des Wracks sei aber technisch nicht möglich gewesen.

          Laut Hüttenwart Gafner wusste man um das Wrack unter Eis und Schnee. Die andauernde Schmelze des Aletschgletschers hat die Überreste nun ans Tageslicht befördert. Nach Polizeiangaben wird nun die Bergung des Flugzeugs geplant. Wegen des Klimawandels könnten zunehmend weitere Wracks oder Flugzeugteile gefunden werden, hieß es. Wanderer sollten neue Funde nicht an­fassen und der Polizei melden.

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