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Nach Ausbruch des Cumbre Vieja : Vulkanwolke erreicht Deutschland

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Ein gefährliches Naturschauspiel: Menschen fotografieren den Cumbre Vieja von El Paso am 18.10.2021. Bild: EPA

Berichte über giftige Wolken in Folge des Vulkanausbruchs auf La Palma haben zu zahlreichen Anrufen beim Deutschen Wetterdienst geführt – dieser gibt Entwarnung. Seit einem Monat spuckt der Cumbre Vieja Asche, Rauch und Lava.

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          Nach dem Vulkanausbruch auf La Palma haben Berichte über die Bewegung von mit giftigen Stoffen angereicherten Wolken am Dienstag zu zahlreichen Anrufen besorgter Menschen beim Deutschen Wetterdienst geführt. „Seit sechs Uhr früh laufen die Telefondrähte heiß“, sagte ein Sprecher. Tatsächlich würden in der Atmosphäre recht hohe Konzentrationen etwa von Schwefeldioxid gemessen.

          An Messstationen in Bodennähe gebe es allerdings „so gut wie nichts“. In der Atmosphäre werde es zu einer „chemischen Reinigung kommen“, im Fall von Niederschlägen könne der Regen „etwas saurer“ als üblich sein, hieß es. Das bedeute angesichts des vorübergehenden Phänomens aber keine erhöhten Gefahren für die Umwelt. „Vor 20, 30 Jahren hatten wir solche PH-Werte noch regelmäßig.“

          Der Vulkan auf der spanischen Kanareninsel La Palma spuckt nun seit genau einem Monat Asche, Rauch und Lava – und ein Ende ist nicht in Sicht. Da die aus dem Vulkan ausströmenden Gase derzeit wegen der Wetterlage nicht ausreichend abziehen, riefen die Behörden rund 7000 Bewohner des Ortes El Paso auf, ihre Häuser möglichst nicht zu verlassen, wie die Zeitung La Vanguardia am Dienstag berichtete.

          Gleichzeitig ist ein zweiter, nördlicherer Lavastrom kurz davor, das Meer zu erreichen, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete. Er sei nur noch 30 Meter von der Steilküste entfernt. Schon vor knapp drei Wochen hatte der Hauptstrom auf seinem Weg durch das Tal von Aridane etwas weiter südlich den Atlantik erreicht und bildet seither eine neue Landzunge im Meer, die bereits 36 Hektar groß ist. Wie schon damals warnten die Behörden abermals, beim Kontakt der um die 1000 Grad heißen Lava mit dem salzigen Meerwasser könnten sich giftige Dämpfe bilden.

          Seitdem der Vulkan, der noch keinen offiziellen Namen hat, im September erstmals seit 50 Jahren wieder aktiv geworden war, wurden fast 2000 Gebäude zerstört und etwa 800 Hektar in Mitleidenschaft gezogen. Das entspricht rund 1120 Fußballfeldern. Rund 7000 Menschen mussten seit dem 19. September vorsorglich ihre Häuser verlassen und kamen bei Angehörigen in anderen Teilen der Insel oder in Hotels unter. Die Schäden belaufen sich nach amtlichen Angaben auf mindestens 400 Millionen Euro. Vor allem die Bananenplantagen in dem besonders fruchtbaren Tal von Aridane haben stark gelitten.

          Der Flugbetrieb war am Montag nach zweitägiger Unterbrechung wieder aufgenommen worden. Am Dienstag gab es jedoch wegen der schwierigen Bedingungen viele Verspätungen. Vor allem die Asche aus dem Vulkan ist für die Motoren der Flugzeuge gefährlich.

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