https://www.faz.net/-gum-9m343

Viele Tote bei Busunglück : „Entsetzliche Nachrichten aus Madeira“

  • Aktualisiert am

Der Fahrer hatte offenbar die Kontrolle über den Bus verloren, der daraufhin eine Böschung hinunter auf ein Haus stürzte. Bild: EPA

Bei einem schweren Unglück eines Touristenbusses auf der portugiesischen Insel Madeira sind mindestens 29 Menschen getötet worden. Die Bundesregierung rechnet damit, dass Deutsche unter den Todesopfern sind.

          Bei einem Busunglück auf Madeira sind mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen. Laut portugiesischen Angaben sind zahlreiche Deutsche unter den Opfern, möglicherweise stammen sogar alle aus Deutschland. Ministerpräsident António Costa kondolierte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Er sei bestürzt und übermittle der Kanzlerin „in dieser schweren Stunde“ sein Bedauern, twitterte Costa am Mittwochabend.

          „Mit großer Erschütterung haben wir von dem tragischen Busunglück auf Madeira erfahren. Wir müssen leider davon ausgehen, dass Opfer aus Deutschland sind“, twitterte das Auswärtige Amt. „Unser Mitgefühl gilt ihren Familien und Freunden.“ Am Mittwochabend teilte der portugiesische Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa mit, dass alle Unfallopfer aus Deutschland stammen. „Ich drücke in diesem tragischen Moment den Schmerz und die Solidarität aller Portugiesen aus“, sagte er dem portugiesischem Sender RTP.

          Regierungssprecher Steffen Seibert twitterte: „Entsetzliche Nachrichten erreichen uns aus Madeira. Unsere tiefe Trauer gilt all denen, die in dem verunglückten Bus ihr Leben verloren haben, unsere Gedanken sind bei den Verletzten.“ Besorgte Angehörige können sich nach Angaben der Bundesregierung unter der Rufnummer 030-50003000 an das Auswärtige Amt wenden.

          Die Nachrichtenagentur Lusa berichtete von insgesamt 51 Passagieren an Bord. 22 von ihnen seien verletzt worden; sie seien entweder vor Ort behandelt oder in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Funchal gebracht worden.

          Der Fahrer hatte am frühen Mittwochabend auf der portugiesischen Urlaubsinsel offenbar in einer Kurve die Kontrolle über den Bus verloren, der daraufhin einen Abhang hinunter in ein Wohnviertel stürzte. Auf Bildern war zu sehen, wie der weiße Reisebus völlig zerstört auf der Seite und teilweise auf einem roten Ziegeldach lag. Der Busfahrer und der Reiseleiter - beides Portugiesen - hätten verletzt überlebt, so der Bürgermeister.

          Das Unglück ereignete sich dem örtlichen Zivilschutz zufolge gegen 18.30 Uhr in der östlich von Funchal gelegenen Gemeinde Caniço. Zwei Dutzend Rettungswagen waren im Einsatz, die Polizei riegelte den Unglücksort weiträumig ab. Auf Videos war zu sehen, wie Helfer Verletzte stützten und in Sicherheit brachten. Im Hintergrund waren Sirenen von Ambulanzen zu hören.

          Topmeldungen

          Lencke Steiner, Spitzenkandidatin der Bremer FDP für die Bremer Bürgschaftswahl, könnte einem Jamaika-Bündnis im Wege stehen.

          FDP in Bremen : Im Reich des Tschakka

          Die aus dem Fernsehen bekannte Spitzenkandidatin der Bremer FDP, Lencke Steiner, gilt als Marketingtalent, aber auch als Hindernis für eine Jamaika-Koalition – beides steht in einem Zusammenhang.
          Der Lautsprecher Amazon Echo ermöglicht den Kontakt mit Alexa – viele Menschen werden mit ihr bald mehr sprechen als mit ihrem Umfeld, glaubt die Unesco.

          Kritik von der Unesco : Alexa, förderst du Vorurteile über Frauen?

          Eine Frauenstimme, die jeder Bitte folgsam nachkommt: Laut einem Bericht der Unesco tragen Sprachassistenten wie Alexa und Siri zur Verbreitung von Geschlechterklischees und der Akzeptanz von sexistischen Beleidigungen bei.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.