https://www.faz.net/-gum-9pbm3

In einer Tiefe von 2400 Metern : Verschollenes französisches U-Boot nach halbem Jahrhundert gefunden

  • Aktualisiert am

Die „Minerve“ in den 60er Jahren im Hafen von Marseille. Bild: AFP

Am 27. Januar 1968 war die „Minerve“ mit 52 Besatzungsmitgliedern an Bord im Mittelmeer verschwunden. Nun wurde sie gefunden.

          Die französische Marine hat ein seit mehr als 50 Jahren verschollenes U-Boot wiedergefunden. Die „Minerve“ war am 27. Januar 1968 mit 52 Besatzungsmitgliedern an Bord im Mittelmeer verschwunden. „Wir haben die ,Minerve' gefunden. Es ist ein Erfolg, eine Erleichterung und eine technische Leistung“, teilte Verteidigungsministerin Florence Parly am Montag mit. Das Wrack sei in einer Tiefe von rund 2400 Metern etwa 45 Kilometer vor der südfranzösischen Hafenstadt Toulon entdeckt worden.

          Vor dem Heimathafen in Toulon hatte es damals auch den letzten Funkkontakt mit dem U-Boot gegeben. Trotz Suchaktionen konnte die „Minerve“ damals nicht gefunden werden. Erst Anfang des Jahres hatte die Ministerin auf Drängen Angehöriger angekündigt, die Suche nach dem U-Boot wieder aufzunehmen.

          An der Aktion war nun auch die amerikanische Firma Ocean Infinity beteiligt. Das Unternehmen, das sich auf die Erkundung des Meeresbodens spezialisiert hat, konnte die „Minerve“ schließlich orten. Ein Schiff von Ocean Infinity hatte Ende vergangenen Jahres bereits das verschollene argentinische U-Boot „ARA San Juan“ im Südatlantik ausfindig gemacht.

          Spezialisten, darunter Experten des Französischen Forschungsinstituts für die Nutzung der Meere, hatten bei der Suche nach der „Minerve“ zunächst das Suchgebiet eingegrenzt. Parly bedankte sich für den Einsatz der zahlreichen Experten, die dabei geholfen haben, das Wrack zu finden. Die Ministerin ordnete am Montag eine Gedenkveranstaltung für die 52 gestorbenen Besatzungsmitglieder auf hoher See an. Die Familien wüssten nun endlich, wo ihre Lieben begraben sind.

          Topmeldungen

          Der britische Premierminister Boris Johnson

          Brief an Tusk : Johnson will Brexit-Deal neu verhandeln

          Bisher wollte der britische Premier sein Land auch ohne Deal aus der EU führen. Nun schreibt er an EU-Ratspräsident Tusk, ein Austrittsabkommen habe „oberste Priorität“. Zugleich fordert er, die Backstop-Regelung zu streichen – und schlägt Alternativen vor.
          „Fridays for Future“-Demonstration vom vergangenen Freitag in Berlin

          „Fridays for Future“ : Glaube an die eigene Macht

          Eine Studie zeigt, wie die Demonstranten der „Fridays for Future“-Proteste ticken. Was ihre Motive sind, welchen sozialen Hintergrund sie haben – und für welche Parteien sie stimmen würden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.