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Nach Blitzeinschlägen : Kalifornien steht wieder in Flammen

  • -Aktualisiert am

In Vacaville versucht ein Anwohner einen Waldbrand bei seinem Haus zu löschen. Hunderte Feuer wüten derzeit in Kalifornien. Bild: dpa

Fast 11.000 Blitze schlugen in den vergangenen Tagen aufgrund der Hitzewelle in Kalifornien ein. Sie haben fast 370 Brände ausgelöst – einige breiten sich rasant aus.

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          Nach einer Serie von Blitzen steht Kalifornien weiter in Flammen. Die Abteilung für Forstwesen und Brandschutz (Cal Fire) meldete in der Nacht zu Donnerstag fast 370 Brände, etwa 25 von ihnen großflächig. Seit dem Wochenende hatten Meteorologen über dem Pazifikstaat, der in den vergangenen Tagen von einer historischen Hitzewelle heimgesucht wurde, fast 11.000 Blitze gezählt.

          Die heftigsten Flächenbrände meldeten die Einsatzkräfte für die Region bei San Francisco. Das sogenannte LNU Lightning Complex Fire, eine Gruppe von Bränden, breitete sich in den Bezirken Napa, Sonoma, Yolo und Solano bis Donnerstag über fast 500 Quadratkilometer aus. Tausende Häuser der ländlichen Region im Norden von Kalifornien wurden evakuiert. Mindestens 100 Gebäude brannten nieder.

          Zwischen der Bay Area bei San Francisco und dem Bezirk Los Angeles im Süden, wo fast 2000 Feuerwehrleute seit Tagen bei Temperaturen von bis zu 38 Grad gegen das „Lake Fire“ im Einsatz waren, suchten die Flammen bis Donnerstag insgesamt mehr als 1200 Quadratkilometer heim. Der Pilot eines Löschhubschraubers kam ums Leben, als die Maschine am Mittwoch bei einem Einsatz im Bezirk Fresno aus bislang ungeklärter Ursache zu Boden ging. Wie die amerikanische Luftfahrtbehörde mitteilte, löste der Absturz bei Coalinga einen weiteren Flächenbrand aus.

          Hohe Temperaturen und Windböen breiten Feuer aus

          Polizei und Einsatzkräfte forderten Bewohner in der Nähe der Brandgebiete inzwischen auf, sich auf mögliche Evakuierungen ihrer Häuser vorzubereiten. Bei überdurchschnittlich hohen Temperaturen und Windböen breiteten sich die Flammen in einigen Regionen des Pazifikstaats ungewöhnlich schnell aus.

          Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hatte bereits am Dienstag den Notstand erklärt. Zudem forderte er Einsatzkräfte und Löschzüge aus den Nachbarstaaten Nevada und Arizona an. Die Feuersaison des Jahres 2020 gilt schon jetzt als aktiver als die „Fire seasons“ früherer Jahre. Bislang wurde Kalifornien von mehr als 6700 Flächenbränden heimgesucht. Im Jahr 2019 hatte Cal Fire bis Mitte August nur etwa 4000 Feuer gezählt.

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