https://www.faz.net/-gum-a1czv

Fünf Tage nach Verschwinden : „Glee“-Star Naya Rivera tot in See gefunden

  • Aktualisiert am

Angehörige von Naya Rivera gehen am Montag mit Polizisten auf einen Anleger am Piru-See. Bild: AP

Nun ist es traurige Gewissheit: Die Schauspielerin Naya Rivera lebt nicht mehr. Ihre Leiche wurde fünf Tage nach ihrem Verschwinden in einem See in Kalifornien geborgen.

          2 Min.

          Fünf Tage nach dem Verschwinden der amerikanischen Schauspielerin Naya Rivera ist ihre Leiche in einem kalifornischen See gefunden worden. Das Sheriffbüro im Bezirk Ventura bestätigte am Montag, dass es sich bei der im Wasser treibenden Toten um den Star aus der TV-Serie „Glee“ handele. Zwar stehe eine Autopsie und eine formale Identifizierung noch aus, ergänzte Sheriff Bill Ayub. Doch sei man sich angesichts des Fundorts der Leiche am nordöstlichen Rand des Piru-Sees und der Tatsache, dass dort sonst niemand vermisst gemeldet worden war, „sicher, dass die entdeckte Leiche jene von Naya Rivera ist.“ Rivera wurde nur 33 Jahre alt.

          Die Polizei hatte bereits am Donnerstag gemutmaßt, dass sie wohl im Piru-See nordwestlich von Los Angeles ertrunken sei. Ihr vierjähriger Sohn war alleine schlafend und mit einer Rettungsweste bekleidet in einem gemieteten Boot gefunden worden. Der Junge hatte den Behörden gesagt, seine Mutter und er seien schwimmen gegangen, seine Mutter habe es aber nicht aus dem Wasser geschafft. Sie habe ihm noch dabei geholfen, wieder an Bord des Boots zu gelangen. Als er sich umgedreht habe, habe er seine Mutter im Wasser verschwinden sehen, schilderte der Junge nach Angaben von Sheriff Ayub. Rivera hatte nach Behördenangaben schon Erfahrung mit Bootsfahrten auf dem Piru-See in dem Wald Los Padres National Forest.

          Der See liegt eine Autostunde von Los Angeles entfernt. Dutzende Taucher durchsuchten das Gewässer nach Rivera. Wegen der schlechten Sichtverhältnisse kamen auch Unterwasserortungsgeräte und Roboter zum Einsatz, die den Boden durchkämmten. Helikopter und Drohnen suchten von oben.

          Spielte in der populären Fernsehserie „Glee“ (2009-2015) die zickige und intrigante Cheerleaderin Santana Lopez: Naya Rivera

          Sheriff Ayub sagte, Riveras Leiche habe sich wahrscheinlich etliche Tage in sehr üppigen Wasserpflanzen verfangen, ehe sie zur Oberfläche getrieben sei. Zuvor habe von der Toten jede Spur gefehlt, obwohl die Einsatzkräfte die Gegend gründlich abgesucht hätten. Ihre Angehörige hätten mit Rivera über FaceTime geplauscht, als sie noch im Boot gesessen habe. Daher habe man auch entsprechende Videos eingehend auf Hinweisen geprüft, wo die Schauspielerin untergegangen sein könnte, ergänzte Ayub. „Es ist eine extrem schwierige Zeit für ihre Familie in dieser ganzen Zerreißprobe gewesen. Wir nehmen Anteil an ihrem Kummer.“

          Riveras Leiche wurde zum Gerichtsmediziner in Ventura geflogen, wo eine Autopsie vorgenommen werden sollte. Sie hinterlässt ihren vier Jahre alten Sohn aus ihrer Ehe mit Schauspieler Ryan Dorsey. Der Junge sei gesund und munter an Angehörige übergeben worden, nachdem er gefunden worden sei, hieß es. Seine Eltern hatten sich 2018 nach vier Jahren Ehe scheiden lassen. Der letzte Tweet, den Rivera von ihrem Twitter-Konto absetzte, stammte vom Tag vor ihrem Tod: „Just the two of us“ („Nur wir zwei“), schrieb sie zu einem Foto von ihr und ihrem Sohn.

          In der populären Fernsehserie „Glee“ (2009-2015) hatte die in Kalifornien geborene Rivera die zickige und intrigante Cheerleaderin Santana Lopez gespielt, die sich in eine Mitschülerin verliebt, aber ihre Gefühle hinter Biestigkeit und Arroganz verbirgt.

          Es ist nicht das erste Drama unter den Mitwirkenden von „Glee“. 2013 war Riveras Kollege Cory Monteith mit nur 31 Jahren tot in einem Hotel im kanadischen Vancouver gefunden worden. Bei der Autopsie hatten Gerichtsmediziner einen tödlichen Mix aus Alkohol und Drogen entdeckt. Ein weiterer „Glee“-Darsteller, Mark Salling, hatte sich im Januar 2018 mit 35 das Leben genommen. Er hatte sich kurz zuvor vor Gericht des Besitzes von Kinderpornografie schuldig bekannt. „Glee“ ist eine der erfolgreichsten Musicalserien der Welt und kam auf sechs Staffeln.

          Topmeldungen

          SPD-Politiker Kevin Kühnert

          SPD-Führung : Kühnert auf dem Weg

          Kevin Kühnerts Ziel, der Bundestag, ist der beste Weg, um die SPD-Führung weiter rutschen zu lassen. In wessen Richtung? Dumme Frage.
          Noch eine reine Idylle, soll sie bald für den nächsten „Mission: Impossible“-Teil von Tom Cruise in die Luft gesprengt werden: Die majestätisch in dreißig Metern Höhe über den Bober schwingende Stahlfachwerkbrücke des Ingenieurs Otto Intze von 1905.

          Cruise bedroht Brücke : Was die Wehrmacht nicht schaffte

          Mission: Unmöglich! Tom Cruise will für seinen neuen Film eines der schönsten Brückenmonumente Polens sprengen. Wenn er damit durchkommt, wäre das ein Skandal.
          Armin Laschet am 4. August in Moria

          Laschet auf Lesbos : Ein riskantes Unterfangen

          Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident besucht griechische Flüchtlingslager – weil ihm das Thema am Herzen liegt. Und weil er im Rennen um den CDU-Vorsitz mit Europapolitik punkten will. Den Besuch muss er jedoch abbrechen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.