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„Einer der größten“ : Trump warnt vor Hurrikan „Dorian“

  • Aktualisiert am

Donald Trump bei einer Einsatzbesprechung der Bundesbehörde für Krisenmanagement Fema Bild: EPA

„Einer der größten, den wir je gesehen haben“: Der Sturm erreicht nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums inzwischen Windgeschwindigkeiten von mehr als 260 Kilometer pro Stunde. Für den Präsidenten ist er überraschend stark.

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          Der Wirbelsturm „Dorian“ ist zu einem Hurrikan der gefährlichsten Kategorie hochgestuft worden. Der Sturm im westlichen Atlantik erreiche nun Windgeschwindigkeiten von mehr als 260 Kilometer pro Stunde, erklärte das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami am Sonntag. Amerikas Präsident Donald Trump warnte deswegen nach einer Einsatzbesprechung mit seiner Bundesbehörde für Krisenmanagement Fema einmal mehr vor den katastrophalen Folgen.

          „Seine Auswirkungen werden über Hunderte Meilen oder mehr vom Auge des Sturms entfernt spürbar sein“, sagte er während der Sitzung am Sonntag, bei der auch mehrere seiner Minister und der Senator des besonders betroffenen Bundesstaates Florida, Rick Scott, anwesend waren. Der Hurrikan sei „einer der größten, den wir je gesehen haben“, erklärte Trump weiter und zeigte sich überrascht, dass ein Sturm überhaupt so stark sein könne.

          Trump sicherte dem Bundesstaat zu, dass die Regierung in Washington während und nach dem Sturm Hilfe bereitstellen werde. Unterdessen ist „Dorian“ mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 Kilometern pro Stunde auf die Bahamas getroffen. Die Behörden der Inselgruppe mit knapp 400.000 Einwohnern riefen die Bürger auf, sich in Notunterkünfte und höherliegende Orte zu begeben. Die Situation sei lebensbedrohlich, warnte das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami, das eine Tropensturmwarnung für Teile der Ostküste des Bundesstaats Florida verhängte. Es drohten Flutwellen von bis zu sieben Meter Höhe. Es sei der gewaltigste Hurrikan, der die Bahamas seit Beginn der modernen Aufzeichnungen je getroffen habe. Der Sturm sollte sich nach bisherigen Prognosen am Montag leicht abschwächen und in der Nacht zum Dienstag unmittelbar vor der Ostküste Floridas nördlich abdrehen.

          Meteorologen rechnen immer noch damit, dass der Hurrikan am Montagabend oder Dienstag wohl vor der Küste nach Norden in Richtung der Bundesstaaten Georgia und South Carolina abdrehen wird. Der jüngsten Prognose zufolge soll „Dorian“ der Küste Floridas allerdings so nahe kommen, dass fast von Miami bis Orlando mit Winden der Stärke eines Tropensturms zu rechnen ist.

          Palmen biegen sich im Wind, als Hurrikan „Dorian“ Marsh Harbour (Bahamas) erreicht.

          Bei einem Hurrikan der Kategorie fünf ist nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums selbst in geschlossenen Räumen mit einer Gefahr für das Leben auszugehen, zahlreiche Häuser könnten zerstört werden und es ist mit langwierigen Stromausfälllen von mehreren Wochen oder sogar Monaten zu rechnen. Als Beispiel wird Hurrikan „Andrew“ genannt, der 1992 für großflächige Zerstörung in Florida und der Karibik sorgte. 26 Menschen kamen ums Leben, 250.000 Personen wurden vorübergehend obdachlos. Es entstanden rund 25 Milliarden Dollar Sachschäden.

          Hurrikan „Dorian“ an der Ostküste der Vereinigten Staaten

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