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Unwetter in Nordrhein-Westfalen : Regenmassen setzen Dortmund unter Wasser

  • Aktualisiert am

Fluten in Dortmunds Straßen Bild: dpa

Ein heftiges Gewitter und Teile Nordrhein-Westfalens zeitweise unter Wasser gesetzt. Besonders betroffen war Dortmund, wo nicht nur Straßen überflutet wurden und Keller voll liefen, sondern auch das Fußballspiel der Borussia abgesagt werden musste.

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          Ein heftiges Gewitter hat am Samstag in Teilen Nordrhein-Westfalens für Überschwemmungen, vollgelaufene Keller und unterspülte Straßen gesorgt. Besonders stark betroffen waren Dortmund, Wuppertal, der Kreis Mettmann und der Aachener Raum, wie die Feuerwehren berichteten. In Dortmund musste ein Saisonvorbereitungsspiel der heimischen Borussia gegen Juventus Turin nach den sintflutartigen Regenfällen abgesagt werden.

          Sämtliche Kräfte der Berufsfeuerwehr und der freiwilligen Feuerwehr der Ruhrgebietsstadt waren im Einsatz. Rund 400 Notrufe gingen dort bei der Leitstelle ein. Betroffen waren vor allem der Westen und der Südwest der Stadt. Einige Straßen mussten gesperrt werden. „Da ist sehr viel Druck im Kessel“, sagte ein Feuerwehrsprecher.

          Im Westfalenstadion machten sich rund 25.000 enttäuschte Fußballfans auf den Heimweg, nachdem Stadionsprecher Norbert Dickel das Spiel durch die Lautsprecheranlage abgesagt hatte. Der Platz war nach Hagel- und Gewittergüssen nicht bespielbar, etliche Wasserlachen standen auf dem Rasen. Die Begegnung - eine Neuauflage des Champions-League-Endspiels von 1997 - wird an diesem Sonntag um 14.30 Uhr nachgeholt.

          In den Regenmassen ging so mancher Wagen unter

          Doppelte der Monatsmenge in drei Stunden

          Nach Angaben des Wetterdienstes meteomedia fielen an einer Messstation in Dortmund in nur drei Stunden 178 Liter Regen pro Quadratmeter. „Das ist in etwa das Doppelte des langjährigen Mittels für den gesamten Monat Juli“, berichtete Nils Dick von der Unwetterzentrale. Auch an anderen Orten seien enorme Regenmengen heruntergekommen. In Schmallenberg im Sauerland wurden etliche Zelte eines Zeltlagers vom Wind umgedrückt.

          Im Kreis Mettmann wurde die Feuerwehr allein in Velbert zu rund 200 Einsätzen gerufen, aus dem gesamten Kreisgebiet gingen etwa 300 Notrufe in der Leitstelle ein. „Das Gewitter war kurz aber heftig“, sagte ein Sprecher. In Wuppertal musste die Polizei eine überflutete Hauptverkehrskreuzung sperren. Eine weitere Straße war unpassierbar, weil die Wassermassen sie unterspült hatten. Mehrer Blitzeinschläge hatten keine größeren Schäden zur Folge. Auch in Aachen liefen zahlreiche Keller voll, hoch gedrückte Gullydeckel machten der Feuerwehr viel Arbeit.

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