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Unglücke : Mann nach Einsturz von Papierregal tot geborgen

  • Aktualisiert am

Mit einer Hundestaffel suchen diese Mitarbeiter des DLRG nach vermissten Personen unter dem Papierberg Bild: ddp

Nach dem Zusammenbruch eines riesigen Hochregals in einem Papiergroßhandel in Queis bei Halle ist am Donnerstagmorgen einVerschütteter geborgen worden. Eine weitere Person befindet sich noch unter den Trümmern.

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          Nach dem Zusammenbruch eines riesigen Hochregals in einem Papiergroßhandel in Queis bei Halle ist am Donnerstagmorgen einer der beiden noch verschütteten Menschen tot geborgen worden. Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich bei dem Toten um einen 33 Jahre alten Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW). Die zweite vermisste Person sei unter den Trümmern inzwischen geortet worden, hieß es. Der 27 Jahre alte Mitarbeiter der Firma befinde sich in der Mitte des meterhohen Trümmerbergs aus Papier und Stahlteilen. Zu seinem Zustand gab es keine Angaben.
          Am Mittwochnachmittag waren fünf Menschen verschüttet worden, als das mit etwa 2000 Tonnen Papier beladene Regalsystem in sich zusammenstürzte. Drei Menschen konnten relativ schnell leicht verletzt geborgen werden. Kurz nach drei Uhr in der Nacht fanden die Helfer schließlich den 33-jährigen Mann. Bis zu 200 Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr waren am Ort, um die Opfer unter Papier und verkeilten Stahlteilen zu finden und zu bergen. Während der dramatischen Aktion kamen auch mehrere Spürhunde zum Einsatz.

          „Wir stehen unter Schock“

          Nach Unternehmensangaben wurde das Unglück möglicherweise beim Unfall mit einem Gabelstapler ausgelöst, der sich schon am Dienstag ereignet hatte. Der Stapler war in das Regal gefahren, das daraufhin als einsturzgefährdet galt und am Mittwochnachmittag zusammenbrach. Zu diesem Zeitpunkt berieten laut Unternehmen Gewerbeaufsicht und THW über weitere Sicherheitsmaßnahmen. „Mehrere Leute waren an dem Regalsystem, als es dominoartig in sich zusammenrutschte. Das ist alles sehr tragisch, wir stehen unter Schock“, sagte ein Unternehmensvertreter.

          Die genaue Ursache des Arbeitsunfalls in dem Betrieb mit rund 90 Mitarbeitern sollte von Fachleuten untersucht werden. Auf dem rund 13 Meter hohen und 70 Meter langen Regal waren nach Angaben des Unternehmens zwischen 2000 und 3000 Tonnen Papier auf Paletten gelagert.

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