https://www.faz.net/-gum-owqs

Unglück : Schweres Erdbeben im Norden Irans

  • Aktualisiert am

Trauer um die Opfer des Erdbebens Bild: dpa/dpaweb

Wieder einmal hat ein schweres Erdbeben den Norden Irans erschüttert. Mindestens 35 Menschen kamen ums Leben, 250 wurden verletzt. Zahlreiche Nachbeben erschweren die Rettungsarbeiten in der Region.

          2 Min.

          Nach dem schweren Erdbeben im Norden Irans sind nach Angaben des Roten Halbmonds bereits 35 Tote geborgen worden. Etwa 250 Menschen seien verletzt. Da von dem Beben vor allem entlegene Bergdörfer betroffen waren, zu denen die Rettungskräfte am Samstag zum Teil noch unterwegs waren, wurde mit einem weiteren Anstieg der Opferzahlen gerechnet. Nach dem Erdstoß der Stärke 6,2 am Freitag wurden 20 Nachbeben registriert.

          Auch die Stadt Bam im Südosten Irans wurde am Samstagmorgen von einem Beben der Stärke 4,6 heimgesucht. In Bam waren bei einem verheerenden Erdbeben im Dezember 26.000 Menschen ums Leben gekommen. Bei dem Beben am Samstag entstand nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens leichter Sachschaden. Die Streitkräfte entsandten zwei Hubschrauber mit Rettungsteams in das Erdbebengebiet im Norden des Landes, wie die amtliche Nachrichtenagentur IRNA meldete.

          Viele durch Steinschlag getötet

          Rund ein Dutzend Dörfer seien auf dem Landweg nicht mehr zu erreichen. Die meisten Menschen seien auf einer Straße von Teheran ans Kaspische Meer umgekommen, als abbröckelnde Felsstücke von den Bergen auf ihre Autos stürzten. Es wird befürchtet, daß sich unter den Trümmern weitere Opfer befinden. Das Innenministerium und der Rote Halbmond wollen im Verlauf des Samstags genauere Angaben über die Zahl der Toten und das Ausmaß der Zerstörungen machen.

          200 Häuser wurden durch das Beben völlig zerstört

          Der Rote Halbmond schickte Rettungskräfte mit Suchhunden, Sanitäter und Zelte in die betroffenen Dörfer, deren Zahl IRNA mit 50 angab. Das Beben ereignete sich um 17.08 Uhr Ortszeit (14.38 Uhr MESZ). Es war in acht Provinzen in der Mitte und im Norden des Landes zu spüren. Nach Angaben des Seismologischen Zentrums der Universität Teheran hatte der Erdstoß die Stärke 5,5, der Geologische Dienst im amerikanischen Bundesstaat Colorado bezifferte die Stärke auf 6,2. Das Epizentrum lag nach Angaben der Universität Teheran in der Nähe des Dorfes Baladeh, 69 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt in der Nähe des Kaspischen Meeres.

          Hauptstadt Teheran besonders gefährdet

          Erdbeben sind in Iran keine Seltenheit; das gesamte Land ist in unterschiedlicher Stärke Erbeben gefährdet. Nach einem verheerenden Erdstoß der Stärke 6,3 auf der Richterskala am 26. Dezember waren im Südwesten Irans tausende Menschen ums Leben gekommen.ch gelegene Ortschaft Chalus hätten Erdrutsche und Steinschlag 16 Autofahrer getötet und 70 weitere verletzt, berichtete das staatliche Fernsehen. Der Rote Halbmond schickte Rettungskräfte mit Suchhunden, Sanitäter und Zelte in die betroffenen Dörfer, deren Zahl IRNA mit 50 angab. Das Beben ereignete sich um 17.08 Uhr Ortszeit (14.38 Uhr MESZ). Es war in acht Provinzen in der Mitte und im Norden des Landes zu spüren. Nach Angaben des Seismologischen Zentrums der Universität Teheran hatte der Erdstoß die Stärke 5,5, der Geologische Dienst im amerikanischen Bundesstaat Colorado bezifferte die Stärke auf 6,2. Das Epizentrum lag nach Angaben der Universität Teheran in der Nähe des Dorfes Baladeh, 69 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt in der Nähe des Kaspischen Meeres.

          Nach wissenschaftlichen Prognosen könnte ein Beben der Stärke über 7 in den kommenden Jahren auch Teheran treffen und eine immense Katastrophe verursachen. Die iranische Regierung erwägt deshalb seit längerem, die Hauptstadt zu verlegen.

          Topmeldungen

          Emmanuel Macron und Ursula von der Leyen am 12. November in Paris

          Anhörungen im Parlament : Tag der Wahrheit für Ursula von der Leyen

          An diesem Donnerstag entscheidet sich, ob Ursula von der Leyen als Kommissionspräsidentin am 1. Dezember antreten kann. Wird sie zum Opfer eines Kleinkriegs zwischen den Europaabgeordneten und Macron? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

          Treffen in Washington : Trumps Lob und Erdogans Tadel

          Der Versuch des amerikanischen Präsidenten, die Probleme mit der Türkei wegzulächeln, misslingt. Der Gast aus Ankara zeigt in Washington kein Entgegenkommen – und führt Trump zuweilen vor.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.