https://www.faz.net/-gum-7jyck

Unglück in Glasgow : Polizei: Acht Tote bei Hubschrauberabsturz

  • Aktualisiert am

In dem abgestürzten Hubschrauber saßen zwei Polizeibeamte und ein ziviler Pilot Bild: AP

Bei dem Helikopter-Unglück im schottischen Glasgow sind nach Polizeiangaben acht Menschen getötet worden. Am Freitagabend war ein Polizeihubschrauber über einem voll besetzten Pub abgestürzt.

          Bei dem Absturz eines  Polizeihubschraubers auf einen Pub im schottischen Glasgow sind  acht Menschen getötet worden. Die drei Besatzungsmitglieder des  Hubschraubers sowie fünf Besucher der voll besetzten Gaststätte  seien ums Leben gekommen, teilte die Polizei am Samstag mit.  Weitere 14 Menschen erlitten demnach schwere Verletzungen. Die  Bergungsarbeiten seien noch nicht abgeschlossen, erklärte  Einsatzleiter Stephen House.

          Der Hubschrauber war am Freitagabend um 22.25 Uhr Ortszeit aus noch  unbekannter Ursache auf das Dach des einstöckigen Pubs „The Clutha“  am Ufer des Flusses Clyde im Stadtzentrum gestürzt und durch dessen  Decke gebrochen. Die Polizei hatte zunächst von einem Toten und  mehr als 30 verletzten Gästen gesprochen. Die Bergungsarbeiten in  dem schwer beschädigten Gebäude gestalteten sich schwierig und  würden noch einige Tage in Anspruch nehmen, sagte Einsatzleiter  House.

          Mehr als 100 Besucher

          An Bord des Hubschraubers vom Typ Eurocopter EC135 befanden sich  laut Polizeiangaben zwei Polizisten und ein ziviler Pilot. In dem  Lokal verfolgten zum Zeitpunkt des Unglücks mehr als hundert Besucher ein Konzert der Ska-Band Esperanza. Ein Expertenteam der  britischen Flugsicherheitsbehörde AAIB wurde entsandt, um den  Unfallhergang zu klären.

          Laut einem zufällig anwesenden Redakteur der Zeitung „The Sun“ fiel  der Helikopter wie „ein Stein“ vom Himmel. „Es war ein solch  surrealer Moment. Es sah aus, als falle er aus großer Höhe mit  hoher Geschwindigkeit“, sagte Gordon Smart dem Sender Sky News.  Offenbar sei der Motor ins Stottern geraten.

          „Die Band spielte weiter“

          Eine Konzertbesucherin sagte dem Rundfunksender BBC, es habe  zunächst nur gedämpften Lärm gegeben. „Die Band spielte weiter,  aber dann kam das Dach herunter und jemand fing an zu schreien“,  berichtete sie. „Der ganze Pub war plötzlich voll mit Staub. Man  konnte nichts mehr sehen, nicht mehr atmen.“ Die Band überstand das  Unglück nach eigenen Angaben unversehrt.

          Der Chef der schottischen Regionalregierung, Alex Salmond, sprach  von einem „schwarzen Tag“ für sein Land. Er ordnete an, die Flaggen  an öffentlichen Gebäuden am Wochenende auf Halbmast zu setzen. Der  britische Premierminister David Cameron erklärte, seine Gedanken  seien bei den Opfern des Unglücks und ihren Angehörigen sowie den  Rettungskräften.

          Topmeldungen

          Fed-Präsident Jerome Powell : Donald Trump und sein Buhmann

          Jerome Powell lenkt die mächtigste Zentralbank der Welt. Der Fed-Chef schlägt eine fast aussichtslose Schlacht – auch gegen seinen eigenen Präsidenten. Nun warten Anleger und Politiker in der ganzen Welt auf eine Rede von ihm.
          Der ehemalige Daimler-Chef Dieter Zetsche wird Aufsichtsrat bei Aldi Süd. Das liegt auch an seiner Freundschaft zum ehemaligen BASF-Chef Jürgen Hambrecht.

          Ehemaliger Daimler-Chef : Zetsche geht zu Aldi Süd

          Nach dem Ende seiner Karriere bei Daimler hat Zetsche einen Posten bei Aldi Süd übernommen. Wie die F.A.Z. erfahren hat, ist er schon seit Juni im Beirat des Discounters. Das hängt mit einer Männerfreundschaft zusammen.
          Sie kann für ihre Wikingerfahrt keine Mannschaft gebrauchen, der die einfachsten geographischen Grundbegriffe fehlen: Greta Thunberg.

          Klimadebatte : Gretas kindische Kritiker

          Das Kindische an der Klimadebatte ist die gespielte Naivität der Kritiker Greta Thunbergs. Der Kulturhistoriker Johan Huizinga hatte einen Begriff für solches Verhalten, mit dem eine Gesellschaft hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt.

          Sherpas Hecker und Röller : Das sind Merkels G-7-Helfer

          Am Samstag beginnt der G-7-Gipfel in Frankreich. Jan Hecker und Lars-Hendrik Röller haben die meiste Arbeit dann hinter sich: Sie bereiten die Kanzlerin auf das Treffen vor. Doch wer sind Merkels wichtigste Berater?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.