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Ungewöhnlich warm : Tornados verwüsten Südosten von Amerika

  • Aktualisiert am

Ein Junge klettert über querliegende Bäume, die der Tornado in Holly Springs (Mississippi) gefällt hat. Bild: Reuters

Ungewöhnlich milde Temperaturen haben in den Vereinigten Staaten für Tornados und Stürme gesorgt, die den Südosten des Landes verwüstet haben. In New York gab es einen neuen Wärmerekord.

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          Bei einer Reihe von Stürmen und Tornados sind in den Vereinigten Staaten mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen und dutzende weitere verletzt worden. Die Unwetter wüteten am Mittwoch in mehreren Bundesstaaten im Südosten der Vereinigten Staaten und hinterließen eine Spur der Verwüstung, wie Behörden und Medien berichteten. Ausgelöst wurden die Tornados durch ungewöhnlich milde Temperaturen. Diese sorgten an der Ostküste für neue Wärmerekorde zu Heiligabend.

          Allein im Bundesstaat Mississippi kamen nach Angaben der Rettungsdienste sieben Menschen ums Leben. Zu den Opfern zählte ein siebenjähriger Junge. Das Auto seiner Familie wurde von einem Tornado in die Luft gerissen und wieder zu Boden geschmettert. Sechs Menschen starben in Tennessee, ein weiteres Opfer wurde aus Arkansas gemeldet.

          Unzählige Häuser wurden schwer beschädigt oder vollständig zerstört. Ein Überlebender aus dem Landkreis Perry in Tennessee sagte dem Sender CNN, um ihn herum sehe es aus „wie in der Ödnis. Es ist nichts mehr da.“ Am Donnerstag schwächten sich die Stürme ab, doch drohten laut Wetterdienst schwere Gewitter von der Mitte der Atlantikküste bis zur Golfküste.

          Neuer Wärmerekord an Heiligabend

          An der Ostküste, vor allem in New York und Washington, sorgte das milde Wetter hingegen für wenig weihnachtliche Frühlingsgefühle. Mit 22,2 Grad Celsius wurde in New York ein neuer Wärmerekord für Heiligabend erreicht - der bisherige Rekord aus dem Jahr 1996 lag gerade mal bei 17,2 Grad. In Washington kletterte das Thermometer auf ebenfalls rekordverdächtige 21,5 Grad und in Norfolk in Virginia auf 28 Grad.

          In Washington wie in New York spazierten Touristen in T-Shirts und mit kurzen Ärmeln durch die Straßen oder saßen in Freiluftcafés, ein Jogger verzichtete ganz auf Oberbekleidung. Selbst die „New York Times“ passte sich dem neuen Klima an, verzichtete auf ihre traditionellen Rezepte und bot auf ihrem Blog stattdessen ein leichtes Menü für „Weihnachten bei 21 Grad“.

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