https://www.faz.net/-gum-9lqlx

Am Stuttgarter Neckartor : Unbekannte zünden Schadstoff-Messstation an

  • Aktualisiert am

Ermittler der Spurensicherung stehen neben der Schadstoff-Messstation am Neckartor. Die bundesweit vielleicht bekannteste Messstation für Luftschadstoffe am Stuttgarter Neckartor ist durch einen Schwelbrand komplett zerstört worden. Bild: dpa

Seit Samstagabend liefert die wohl bekannteste Messstation für Luftschadstoffe in Stuttgart keine Daten mehr. Unbekannte zündeten die Station an, der Schaden beläuft sich auf rund 200.000 Euro.

          1 Min.

          Unbekannte haben in Stuttgart die Messstation für Luftverschmutzung an Neckartor angezündet. Wie die Polizei am Montag mitteilte, legten die Täter offenbar am Samstagabend direkt an dem Gehäuse ein Feuer und richteten damit erheblichen Schaden an. Das Landesamt für Umwelt Baden-Württemberg beziffert ihn auf vorläufig rund 200.000 Euro. Die Messstation ist vorläufig nicht mehr betriebsfähig. Die Täter flüchteten unerkannt.

          Die Messstelle steht im Zentrum eines Streits zwischen Dieselfahrern und Umweltschützern, weil hier regelmäßig eine der bundesweit höchsten Konzentrationen von Stickoxid gemessen wird. Die Messergebnisse sind mit Grundlage für das seit Jahresbeginn gültige Dieselfahrverbot in Stuttgart. Regelmäßig treffen sich in Stuttgart Dieselbefürworter in gelben Westen, um gegen dieses Verbot zu demonstrieren.

          Wie das Umweltamt mitteilte, stellte die Messnetzzentrale am Samstagabend fest, dass keine Daten mehr von der Messstelle kamen. Am Sonntagmittag stellten Mitarbeiter bei einer Überprüfung vor Ort laut einen Sprecherin ein Loch in der Wand und einen Schwelbrand im Inneren der Station fest. Daraufhin verständigte das Amt die Polizei.

          Dieselbefürworter begrüßten den mutmaßlichen Brandanschlag auf der Internetplattform Facebook. „Jetzt könnte ja ein besserer Standort in Erwägung gezogen werden, der nicht zu politisch gewollten Fahrverboten führt“, schrieb der Betreiber einer Anti-Fahrverbotsgruppe.

          Topmeldungen

          Eine deutsche und eine französische Flagge hängen hinter der Figur Karls des Großen am Rathaus von Aachen.

          Deutschland und Frankreich : Die einen haben Sympathie, die anderen Respekt

          Die Franzosen pflegen ein gutes Bild von Deutschland, umgekehrt ist es genauso. Allerdings deutet sich laut einer Studie ein Minderwertigkeitskomplex in unserem Nachbarland an – die Bundesrepublik ist wirtschaftlich zu erfolgreich.

          Auschwitz-Gedenken in Israel : Eine Bühne für Putin

          In Jerusalem erinnert das erste „Welt-Holocaust-Forum“ an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Ohne politische Verwerfungen läuft das nicht ab – ein russischer Oligarch spielt dabei eine pikante Rolle.
          Das Bewusstsein für Tierwohl ist gestiegen

          Tierwohl : Wann fühlt sich die Kuh richtig gut?

          Den Deutschen ist das Tierwohl sehr wichtig. Ein verbindliches Siegel wird es aber erst einmal nicht geben. Dem steht schon das Europarecht entgegen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.