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1,1 Millionen Barrel Öl : UN warnen vor Gefahren durch Öltanker vor Küste des Jemen

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Die „FSO Safer“, hier auf einem Sattelitenbild vom 17. Juni 2020, liegt seit 2015 vor der jemenitischen Küste. Bild: AP

Seit fünf Jahren liegt der Tanker ohne Wartung vor dem Hafen Hodeida. Das Risiko für eine Katastrophe steigt. Die Houthi-Rebellen verlangen jedoch die Aufsicht eines Drittstaates wie Deutschland bei möglichen Reparaturen.

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          Unstimmigkeiten zwischen den Houthi-Rebellen und UN-Vertretern im Jemen verhindern die Inspektion und Reparatur eines mit 1,1 Millionen Barrel Rohöl beladenen Tankers, der seit fünf Jahren vor dem jemenitischen Hafen Hodeida liegt. Der Zustand des Schiffes verschlechtere sich, weshalb das Risiko einer Ölpest, einer Explosion oder eines Feuers bestehe, warnten die Vereinten Nationen am Freitag.

          Der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres verwies auf die „tragische Explosion vom 4. August in Beirut und die alarmierende Ölpest vor der Insel Mauritius“. Beide Ereignisse verlangten „die Wachsamkeit der ganzen Welt“.

          Das 45 Jahre alte Schiff „Safer“ ankert seit dem Jahr 2015 vor dem Hafen Hodeida, rund 60 Kilometer von bewohnten Gebieten in dem Bürgerkriegsland entfernt. Der Hafen wird von den Houthi-Rebellen kontrolliert, die zwar Mitte Juli grünes Licht für eine Inspektion durch UN-Experten gaben. Diese warten jedoch noch immer auf eine schriftliche Genehmigung, um das Schiff untersuchen zu können.

          Der UN-Sicherheitsrat hatte im Juli vor einer „Katastrophe“ gewarnt. Als schwimmendes Öllager genutzt, wurde das Schiff seit 2015 nicht gewartet, weshalb sich sein Zustand zunehmend verschlechtert. Ein Zwischenfall auf dem Schiff könnte die Nachbarländer betreffen, vor allem Dschibuti, Eritrea und Saudi-Arabien, und die Handelsschifffahrt im Roten Meer beeinträchtigen.

          Die Rebellen verlangen die Anwesenheit eines Drittlandes, etwa Schweden oder Deutschland, um mögliche Reparaturen zu beaufsichtigen.

          Vor der Insel Mauritius im Indischen Ozean war am 25. Juli ein Frachter mit rund 4000 Tonnen Treibstoff an Bord auf ein Riff aufgelaufen. Mehr als 1000 Tonnen Treibstoff traten durch ein Leck aus und bedrohten zwei Naturschutzgebiete in unmittelbarer Nähe.

          Im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut waren am 4. August 2750 Tonnen Ammoniumnitrat explodiert, die ungesichert in einer Halle lagerten. Mehr als 170 Menschen kamen ums Leben, mehr als 6500 wurden verletzt. Die Stadt wurde in weiten Teilen verwüstet, etwa 300.000 Menschen wurden obdachlos.

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