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Appell vom Nothilfekoordinator : 20 Millionen Menschen droht laut UN der Hungertod

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Geflüchtete somalische Mädchen warten am Ende Februar in einem Flüchtlingscamp in Mogadischu auf die Ausgabe von Nahrungsmitteln. In Somalia sind mehr als sechs Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Zehntausende Kinder sind akut vom Hungertod bedroht. Bild: dpa

Der Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen hat die internationale Gemeinschaft aufgefordert, Hilfsaktionen für vier Länder zu starten. Dort würden sonst Millionen sterben.

          UN-Nothilfekoordinator Stephen O’Brien hat den Weltsicherheitsrat mit dramatischen Worten um Hilfe für Millionen von hungernden Menschen gebeten. Nach seinen Worten droht rund 20 Millionen Menschen in vier Ländern der Hungertod, sollte sich die internationale Gemeinschaft nicht zu einer größeren Hilfsaktion entschließen.

          O’Brien hatte kurz zuvor die Krisengebiete im Jemen, im Südsudan und Somalia sowie in Nigeria besucht und sich ein Bild von der Lage gemacht. „Menschen werden schlicht und einfach den Hungertod sterben“, sagte er am Freitag zu den im Sicherheitsrat vertretenen Diplomaten.

          Größte humanitäre Katastrophe seit 1945

          Für den Nothilfekoordinator sei damit ein „kritischer Punkt in der Geschichte der Vereinten Nationen“ erreicht, wie aus einer UN-Mitteilung hervorgeht. Die Vereinten Nationen stünden vor der größten humanitären Katastrophe seit ihrer Gründung.

          „Die Lage für die Menschen in diesen Ländern ist schrecklich und ohne eine große internationale Reaktion wird sie noch schlimmer“, sagte der Brite. „Alle vier Länder haben eine Sache gemeinsam - den Konflikt. Das bedeutet, dass wir (die UN) die Möglichkeit haben, weiteres Elend und Leiden zu verhindern.“ Rasche Hilfe und auch finanzielle Hilfe seien nötig, da noch die Gelegenheit bestehe, das Schlimmste zu verhindern.

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