https://www.faz.net/-gum-a23ta

Umweltkatastrophe droht : Frachter vor Mauritius verliert Öl

  • Aktualisiert am

Ölkatastrophe vor Mauritius: Ein auf Grund gelaufener Frachter verliert Öl. Bild: AFP

Von insgesamt rund 4000 Tonnen Öl an Bord ist bereits rund ein Viertel ausgelaufen. Der Frachter war zwei Wochen aus bislang ungeklärter Ursache auf Grund gelaufen. Die Sorgen über die Auswirkungen auf die Umwelt sind groß.

          1 Min.

          Der Küste des Urlaubsparadieses Mauritius droht eine Umweltkatastrophe. Ein Frachter sei vor rund zwei Wochen vor dem Inselstaat auf Grund gelaufen und verliere nun Öl, sagte die Exekutivdirektorin der Mauritian Wildlife Foundation, Deborah de Chazal, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Bislang sei rund ein Viertel der 4000 Tonnen Öl ausgelaufen. Man befürchte eine Umweltkatastrophe, sagte sie. „Wir sind sehr besorgt über die Auswirkungen des Ölaustritts auf Meeres- und andere Ökosysteme.“

          Es seien bereits Sperren eingerichtet worden, um das Öl in der Nähe des Wracks einzudämmen und einige wichtige Orte, wie einen nahe gelegenen Marinepark, zu schützen, sagte de Chazal. Es komme Hilfe aus dem Ausland, denn Mauritius habe nicht genug Ausrüstung, um die Ölkatastrophe alleine zu bewältigen. Auch werde überlegt, ob das übrige Öl aus dem Frachter gepumpt werden könne, sagte sie.

          Bei einem Treffen am Freitag wollte das Umweltministerium zusammen mit Organisationen einen Plan erarbeiten, wie das Öl beseitigt werden könne, berichtete die örtliche Zeitung „L’Express“. Dazu werden auch freiwillige Helfer benötigt. Auch die Mauritian Wildlife Foundation wird nach eigenen Angaben helfen.

          Die Sorgen über die Auswirkung auf die Umwelt sind groß. Auf der Insel lebten etliche vom Aussterben bedrohte und stark gefährdete Tiere. Man sei auch sehr besorgt über die vom Öl ausgehenden Dämpfe, sagte de Chazal. Auch seien die Mangrovenwälder entlang der Küste bedroht, ebenso Meereslebewesen, etwa Fische, Korallen und Seevögel.

          Der Frachter Wakashio war bei Pointe d’Esny an der Ostküste der Hauptinsel Mauritius auf Grund gelaufen, nahe dem Ort Mahébourg. Wie es zu dem Unfall kam, war zunächst unklar. Nach Angaben von Schifffahrts-Webseiten fuhr der Frachter unter der Flagge Panamas und war unterwegs nach Tubarao in Brasilien.

          Der Inselstaat Mauritius gilt als Urlaubsparadies, allerdings ist er stark von den Folgen des Klimawandels bedroht, etwa von Wirbelstürmen und einem steigenden Meeresspiegel. Die einstige französische und britische Kolonie Mauritius mit rund 1,3 Millionen Einwohnern liegt vor Madagaskar im Indischen Ozean.

          Topmeldungen

          Nach dem Feuer in Felton, Santa Cruz County, Kalifornien

          Feuer in Kalifornien : Mein Land brennt

          Für die neue Trockenheit, die sich in Kalifornien ausbreitet und die Brände auslöst, sind wir verantwortlich. Wir können das ändern. Denn wir haben die Wahl. Ein Gastbeitrag.

          Moria : Wie viele Flüchtlinge sollen kommen?

          Mehrere deutsche Städte wollen Flüchtlinge aus Griechenland aufnehmen. Ein Landrat von der CDU warnt deshalb vor einer „Sogwirkung“. Eine SPD-Oberbürgermeisterin hält das für zynisch.
          Eine entschärfte 250-Kilogramm-Bombe hängt in Oranienburg am Kranhaken (Archivbild).

          Weltkriegsschäden : Herr Wernicke, wie findet man alte Bomben?

          Noch immer liegen in Deutschland mehr als 100.000 Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden. Mark Wernicke spürt sie auf. Ein Gespräch über die Bedeutung historischer Luftbilder und einen unvergesslichen Nikolaustag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.