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Überschwemmungen : Millionen Flutopfer in Indien und China

  • Aktualisiert am

Überschwemmungen nach Monsun in Indien Bild: dpa

Es sind die schlimmsten Überflutungen seit zehn Jahren in China. Insgesamt leiden 200 Millionen Asiaten unter den Überschwemmungen. Auch Nordindien, Bangladesch und Nepal sind betroffen. Die Entwicklung ist bedenklich.

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          Nach heftigen Monsunregen sind in Südasien bei Überschwemmungen weitere Menschen ums Leben gekommen. Mehr als neun Millionen Inder und Bangladescher mussten nach Behördenangaben bislang aus ihren Häusern fliehen. Im Norden Indiens ertranken 28 Personen, als ein Boot mit Helfern und Flutopfern auf einem Fluss zerbarst. Zwölf weitere würden noch vermisst, berichtete die Nachrichtenagentur "Press Trust of India".

          Nach Schätzungen der Behörden sind seit Beginn der Monsunregen im Juni in Indien fast tausend Menschen ums Leben gekommen. Die Gesamtsituation entwickle sich bedenklich, weil große Deiche gebrochen seien und die Fluten ganze Dörfer überschwemmt hätten, sagte der zuständige Minister für das stark betroffene nordöstliche Assam, Bhumidhar Barman. Allein in Assam mussten seit Juni fünf Millionen Menschen fliehen, nachdem der Brahmaputra über die Ufer getreten war.

          Schlimmste Überschwemmungen seit zehn Jahren

          Insgesamt sind mehr als 200 Millionen Asiaten derzeit von schweren Überschwemmungen betroffen. Für China sind es nach Angaben der Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften die schwersten Überschwemmungen seit fast zehn Jahren. Eine ähnlich schlimme Flut erlebte China zuletzt 1998 im Yangtse-Becken mit fast 4000 Toten.

          In Nepal kamen mindestens 22 Personen ums Leben, in Bangladesch 13. In dem häufig von Naturkatastrophen heimgesuchten Land mussten nach Informationen der amtlichen Nachrichtenagentur BSS etwa 675 000 Menschen ihre Häuser zumindest vorübergehend verlassen, nachdem im Norden Deiche entlang der Flüsse Ganges und Brahmaputra gebrochen waren. Die Lage werde durch unerträgliche Hitze noch weiter verschlimmert.

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