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Monsunzeit : Mehr als 1500 Tote bei Überschwemmungen in Südasien

  • Aktualisiert am

Ein Vater trägt Mitte August seinen Sohn im indischen Lakhimpur durch ein überflutetes Gebiet. Bild: dpa

Allein in Indien starben seit Juni mehr als 1300 Menschen. Die Metropole Mumbai war am Dienstag wegen Hochwassers praktisch lahmgelegt. Die Sorge vor dem Ausbruch gefährlicher Krankheiten steigt.

          Bei Überschwemmungen in Südasien sind in der diesjährigen Monsunzeit bereits mehr als 1500 Menschen ums Leben gekommen. Allein in Indien starben seit Juni mehr als 1300 Menschen, wie am Mittwoch aus den aktuellen Zahlen der örtlichen Behörden hervorging. In Nepal und Bangladesch waren es nach Angaben der Behörden und des Roten Kreuzes jeweils etwas mehr als 140 Tote – die überwiegende Mehrheit davon seit der zweiten Augustwoche, als es tagelang heftig regnete. Je ein Drittel der Fläche Nepals und Bangladeschs stand zwischenzeitlich unter Wasser.

          Der nordöstliche Bundesstaat Bihar ist der am stärksten betroffene Teil Indiens. Dort starben nach offiziellen Zahlen bislang 514 Menschen. Auch Westindien erlebte zuletzt Unwetter: Die Metropole Mumbai war am Dienstag wegen Hochwassers praktisch lahmgelegt.

          Von den Fluten betroffene Bewohner übernachten Ende August auf einer Mautstelle in Bihar (Indien).

          In den zwei Nachbarländern sanken die Pegelstände mittlerweile. Damit stieg allerdings die Sorge vor dem Ausbruch gefährlicher Krankheiten, wie die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften warnte. Rund 41 Millionen Menschen in den drei Ländern seien von Überschwemmungen betroffen, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Hunderte Dorfbewohner seien von der Außenwelt abgeschnitten und hätten nichts zu essen.

          Die südasiatische Monsunzeit von Juni bis September fordert jedes Jahr sehr viele Opfer. Die meisten ertrinken, werden von Erdrutschen begraben oder sterben durch Stromschläge.

          Ein toter Tiger liegt im überschwemmten Kaziranga National Park in Assam (Indien). Über 80 Prozent des 480 Quadratkilometer großen Parks wurden überschwemmt, mehr als einhundert Tierkadaver wurden anschließend geborgen.

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