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Vermisstes U-Boot vor Bali : Die Hoffnung für die Besatzung schwindet

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Das indonesische Marineschiff KRI Singa fährt aus, um an der Suche nach dem U-Boot KRI Nanggala teilzunehmen. Bild: dpa

Nach Australien, Malaysia und Singapur helfen nun auch die Vereinigten Staaten bei der Suche nach dem vor Bali vermissten indonesischen U-Boot. Experten sagen, dass die 53 Mann an Bord noch bis Samstag Überlebenschancen hätten.

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          Die Vereinigten Staaten unterstützen Indonesien bei der Suche nach dem seit Mittwoch vor Bali vermissten Militär-U-Boot mit 53 Seeleuten an Bord. „Auf Einladung der indonesischen Regierung entsenden wir Fluggeräte, um bei der Suche nach dem vermissten U-Boot zu helfen“, twitterte der Sprecher des amerikanischen Verteidigungsministeriums, John Kirby, am Donnerstag.

          Verteidigungsminister Lloyd Austin werde am Freitag mit seinem indonesischen Kollegen Prabowo Subianto über weitere Hilfen sprechen.

          Zeitfenster schließt sich Samstagmorgen

          Das knapp 60 Meter lange U-Boot, das vor 40 Jahren in Deutschland gebaut worden war, hatte den Kontakt am frühen Mittwochmorgen während einer Übung verloren. Es befand sich zu dem Zeitpunkt etwa 95 Kilometer nördlich von Bali. Laut Marine befindet sich die „KRI Nanggala-402“ vermutlich 600 bis 700 Meter unter Wasser. Experten schätzen, dass die Besatzung maximal 72 Stunden in dem U-Boot überleben kann.

          Bild: dpa

          Bislang waren vier Marineschiffe an der Suche beteiligt, zwei weitere aus Malaysia und Singapur waren unterwegs. Auch Australien sagte Hilfe zu. Das U-Boot wurde Ende der 70er Jahre von dem Unternehmen Howaldtswerke-Deutsche Werft in Kiel gebaut. Eine Generalüberholung wurde 2012 in Südkorea abgeschlossen. Es ist eins von insgesamt fünf U-Booten der indonesischen Marine.

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