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Tsunami-Warnungen : Heftige Erdbeben erschüttern Neuseeland

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Die Christchurch-Kathedrale: Noch immer nicht wiederaufgebaut aufgrund des Erdbebens vor rund zehn Jahren. Bild: AFP

In Neuseeland hat es mehrere schwere Erdbeben gegeben. Die Katastrophenschutzbehörde hatte eine Tsunami-Warnung herausgegeben, die später wieder herabstuft wurde. Über mögliche Schäden oder Verletzte liegen noch keine Informationen vor.

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          Nach den heftigen Erdbeben vor Neuseeland haben die Behörden die Tsunami-Warnung für weite Teile der Pazifikregion herabgestuft. Der Zivilschutz teilte am Freitag mit, die größten Wellen seien vorüber, alle zuvor in Sicherheit gebrachten Menschen könnten zurückkehren. Allerdings sollte man sich von Stränden und dem Meer fernhalten.

          Zuvor waren drei schwere Erdbeben registriert worden. Das heftigste Beben hatte die Stärke 8,1 und ereignete sich nahe der Kermadec-Inseln, die etwa 800 Kilometer nordöstlich der Nordinsel Neuseelands liegen. Kurz darauf folgte ein weiteres Beben der Stärke 7,4 in der gleichen Region. Über mögliche Schäden oder Verletzte lagen zunächst keine Informationen vor. 

          Das Frühwarnsystem Pacific Tsunami Warning Center (PTWC) hatte nach den Beben vor einem möglichen Tsunami gewarnt. Experten rechneten mit ein bis drei Meter hohen Wellen. Bedroht waren etwa die Küstenabschnitte von der Bay of Islands bis Whangarei, von Matata bis Tolaga Bay. Alle anderen Küstenbewohner des Pazifikstaats wurden aufgefordert, die Lage sehr aufmerksam zu verfolgen.

          Auf dieser Karte ist das Erdbeben vor Neuseeland gut zu sehen, mit einer Stärke von 7,3.
          Auf dieser Karte ist das Erdbeben vor Neuseeland gut zu sehen, mit einer Stärke von 7,3. : Bild: EPA

          Bereits in der Nacht hatte es ein heftiges Erdbeben der Stärke 7,1 gegeben. Das Zentrum lag im Meer östlich der Nordinsel . Berichten zufolge sollen die Erschütterungen in der ganzen Region zu spüren gewesen sein, auch in den Großstädten Auckland, Wellington und Christchurch. Knapp zwei Stunden nach den Erdstößen hätten bereits 60.000 Menschen dem örtlichen Monitoring-System GeoNet gemeldet, das Beben gespürt zu haben, berichtete die Zeitung „New Zealand Herald“.

          Nach GeoNet-Angaben ereignete sich das Beben rund 100 Kilometer vor der Küste des Bezirks Gisborne in einer Tiefe von 90 Kilometern. „Hoffe, allen geht es okay da draußen“, schrieb Premierministerin Jacinda Ardern auf Instagram, „vor allem denjenigen an der Ostküste, die die volle Wucht des Erdbebens gespürt haben müssen.“

          Erst im vergangenen Monat hatte Neuseeland der Opfer des schweren Erdbebens von Christchurch vor zehn Jahren gedacht. Am 22. Februar 2011 waren in der größten Stadt der Südinsel 185 Menschen ums Leben gekommen. Das Beben hatte eine Stärke von 6,2.

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