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Insel Sulawesi : Tsunami-Warnung nach Erdbeben in Indonesien aufgehoben

  • Aktualisiert am

Anfang März waren noch immer nicht alle Schäden des Bebens vom September behoben. Bild: AFP

Das Erdbeben vor der Insel Sulawesi hatte die Stärke 6,9. Die Behörden warnen deshalb vor einem Tsunami – gaben aber inzwischen Entwarnung. Erst im September 2018 hatte eine ähnliche Katastrophe mehr als 4000 Menschen getötet.

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          In Indonesien hat es ein Erdbeben der Stärke 6,9 gegeben. Aus Angst vor einem Tsunami hatten die Behörden deshalb zunächst eine Warnung herausgegeben und die Bewohner einiger Gebiete aufgefordert, zum Schutz vor den Flutwellen höher gelegene Regionen aufzusuchen. Nach rund 40 Minuten wurde die Warnung jedoch wieder aufgehoben. Das Beben hatte sich nach bisherigen Informationen vor der Insel Sulawesi in zehn Metern Tiefe  ereignet. Berichte über Schäden oder Opfer lagen zunächst nicht vor.

          Besonders stark spürten die Einwohner der Stadt Palu in Zentralsulawesi das Beben. „Einwohner gerieten in Panik und liefen aus ihren Häusern“, sagte der Sprecher des nationalen Katastrophenschutzes Sutopo Nugroho. Die Menschen seien gewarnt worden, sich nicht in Küstennähe oder an Flüssen aufzuhalten.

          Erst im September 2018 hatte es auf der Insel ein schweres Beben der Stärke 7,5 und anschließend einen Tsunami gegeben. Mehr als 4000 Menschen kamen ums Leben. Damals stand das Frühwarnsystem in der Kritik. Im März diesen Jahres hatte eine Sturzflut mindestens 70 Menschen getötet.

          Auch auf anderen indonesischen Inseln bebt regelmäßig die Erde. Der Staat liegt am Pazifischen Feuerring an einer Stelle, an der sich die Australische Platte unter die Eurasische Platte schiebt. Die dabei entstehenden Spannungen führen häufig zu Erdbeben in der Region.

          Auf Sulawesi leben rund 17 Millionen Menschen. Die Insel ist auch bei Touristen beliebt.

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