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Sie lächelten trotz Elends und Zerstörung

Von PATRICK WELTER, Fotos von HERBIE YAMAGUCHI

Der 12. März 2011 war in Japan der Tag danach. Der Tag nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami. Viele Tausende Menschen hatten ihr Zuhause verloren. Der Fotograf Herbie Yamaguchi machte sich auf den Weg. Jetzt erinnert er sich.

„In der Präfektur Miyagi sah ich einen Mönch, der durch die Ruinen des Tsunami ging. Alle zehn Meter verbeugte er sich und betete für die Opfer“, erzählt Yamaguchi.
„In der Präfektur Miyagi sah ich einen Mönch, der durch die Ruinen des Tsunami ging. Alle zehn Meter verbeugte er sich und betete für die Opfer“, erzählt Yamaguchi.

Dem japanischen Fotografen Herbie Yamaguchi ist in der Millionenstadt Tokio kaum zu entkommen. Wer im Zentrum der japanischen Hauptstadt wohnt oder arbeitet und die Augen aufhält, trifft Yamaguchi fast zwangsläufig, in Shibuya, in Ginza oder in Meguro. Immer hat er eine Leica dabei, griffbereit für die nächste Momentaufnahme. Yamaguchi liebt es, Menschen zu fotografieren. In den Wochen nach dem Tsunami, der vor zehn Jahren die Küstenstädte im Nordosten Japans verwüstete, war er nicht in Tokio, sondern in den Tsunamigebieten unterwegs. Auch dort hat Yamaguchi Menschen fotografiert, in den zerstörten Städten, in Turnhallen und in den containerartigen Übergangshäusern, in denen die Tsunamiopfer Monate und teils Jahre leben mussten.

„In der Präfektur Iwate gingen drei Schulmädchen durch ihre Heimatstadt, die vom Tsunami und vom Feuer gezeichnet ist. Die Mädchen lachten und sprachen viel miteinander. Die junge Generation ist immer zuversichtlich“, sagt Yamaguchi.
„In der Präfektur Iwate gingen drei Schulmädchen durch ihre Heimatstadt, die vom Tsunami und vom Feuer gezeichnet ist. Die Mädchen lachten und sprachen viel miteinander. Die junge Generation ist immer zuversichtlich“, sagt Yamaguchi.
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