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Tropensturm Barry : Das Wasser frisst das Land

Weggespült: Erst „brach“ der Damm bei Isle de Jean Charles in den Wetlands von Louisiana, dann riss das Wasser Boote und Wellblechhütten mit. Bild: F.A.Z.

Der tropische Sturm Barry hat wieder einmal Isle de Jean Charles getroffen. Der Ort in den Wetlands von Louisiana hat längst keine Zukunft mehr.

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          Ray Gaudet verdreht die Augen. „Der Damm sei an einer Stelle gebrochen, heißt es nun offiziell. Gebrochen?“ Er schüttelt den Kopf und zeigt auf sein Boot. „Kommen Sie! Ich zeig Ihnen, was Barry wirklich angerichtet hat.“ Der 75 Jahre alte Mann mit sonnengegerbter Haut setzt sich seine Mütze auf den Kopf und startet den Motor seines Schnellboots.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Barry sollte der erste Hurrikan der Saison sein. Und weil er sich direkt auf New Orleans zuzubewegen schien, war die Aufregung groß. In Louisiana wurden Erinnerungen wach: Hurrikan Katrina, der Wirbelsturm, der 2005 weite Teile der Golfküste verwüstete und dessen Fluten mindestens 1800 Menschen zum Opfer fielen, ist ein Trauma im kollektiven Gedächtnis der Amerikaner. Als Barry am Wochenende die Küste erreichte, wurde er allerdings zu einem tropischen Sturm heruntergestuft. New Orleans verschonte er. Inzwischen ist er nach Arkansas gezogen und weiter Richtung Norden. In Baton Rouge, der Hauptstadt Louisianas, loben Politik und Katastrophenschützer einander: Die geringen Schäden zeigten doch, dass man vorbereitet gewesen sei.

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