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Nach Triebwerksexplosion : Zwangspause und Sicherheitscheck für Hunderte Flugzeuge

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Das zerborstene Triebwerk der Boeing 737 nach der Landung in Philadelphia. Bild: dpa

Ein Triebwerk einer Passagiermaschine explodiert in der Luft. Nach dem Unglück mit einem Todesfall haben viele Maschinen in Amerika vorerst Flugverbot.

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          Nach dem tödlichen Zwischenfall an Bord einer Maschine der Fluggesellschaft Southwest Airlines sollen nun Hunderte Flugzeuge mit Triebwerken des gleichen Typs für Inspektionen am Boden bleiben. Eine entsprechende Anweisung gab die amerikanische Flugaufsichtsbehörde FAA am Freitag heraus.

          Demnach sollen die Turbinenschaufeln baugleicher Triebwerke, die mehr als 30.000 Flüge auf dem Buckel haben, binnen 20 Tagen überprüft werden. Nach Schätzungen des Herstellers seien 352 Triebwerke in den Vereinigten Staaten und 681 weltweit betroffen, teilte die FAA mit.

          Passagierin fast aus Fenster gerissen

          Am Dienstag war das linke Triebwerk einer Boeing 737 von Southwest Airlines auf dem Weg von New York nach Dallas in knapp 10.000 Metern Flughöhe explosionsartig zerborsten. Splitter schossen durch ein Fenster, Sauerstoffmasken fielen aus der Kabinendecke, eine Frau wurde fast aus dem Fenster gerissen und tödlich verletzt. Die Maschine mit 144 Passagieren und fünf Crewmitgliedern an Bord musste schließlich eine Sicherheitslandung in Philadelphia hinlegen.

          Eine erste Untersuchung des kaputten Triebwerks ergab, dass eine Turbinenschaufel fehlte. Möglicherweise war sie aufgrund von Verschleiß zerbrochen. Mit ihrer Anordnung folgt die FAA einer Empfehlung des Herstellers CFM. Dieser empfahl zudem, dass bis Ende August rund 2500 weitere Triebwerke überprüft werden.

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