https://www.faz.net/-gum-7jzzj

Toskana : Mindestens fünf Tote bei Feuer in Textilfabrik

  • Aktualisiert am

Die Ursache des Unglücks ist bislang noch unklar Bild: dpa

Viele der Opfer schliefen wohl illegal an ihrem Arbeitsplatz: In einer chinesischen Textilfabrik in Italien sind bei einem Feuer mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Jetzt wird Kritik an den Arbeitsbedingungen laut.

          1 Min.

          Bei einen Feuer in einer chinesischen Textilfabrik in Italien sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden fürchteten jedoch, dass insgesamt mindestens sieben Tote getötet wurden, wie die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Feuerwehr berichtete. Vier weitere Arbeiter wurden bei dem Brand am Sonntag verletzt, zwei von ihnen schwer. Das Dach der Fabrik im toskanischen Prato und eines daran angeschlossenen illegalen Schlafsaals stürzte teilweise ein.

          Im Schlaf von Flammen überrascht

          Die meisten Opfer wurden in dem Schlafsaal gefunden, weshalb die Feuerwehr davon ausgeht, dass die Flammen sie im Schlaf überrascht haben. Die Arbeiter wohnten laut Medienberichten vermutlich illegal in der Fabrik. In der toskanischen Stadt hat sich in den vergangenen Jahren ein Zentrum chinesischer Billig-Textilfabriken entwickelt.

          In der chinesischen Textilfabrik schliefen viele der Opfer offenbar illegal an ihrem Arbeitsplatz

          Immer wieder gibt es Kritik an den Arbeitsbedingungen dort. „Das erinnert uns daran, dass die Produkte aus den chinesischen Fabriken in unserem Land so günstig sind, weil bei ihrer Produktion nicht nur bei der Qualität gespart wird, sondern auch bei der Menschenwürde der Arbeiter“, sagte die Deborah Bergamini von Forza Italia.

          „Diese Tragödie überrascht mich nicht“

          Die Ursache für das Feuer war zunächst unklar. Durch die vielen leicht entflammbaren Materialien wie Stoffe und Plastik breitete es sich schnell aus. „Diese Tragödie, das mag jetzt zynisch klingen, überrascht mich nicht“, sagte der Sicherheitsbeauftragte der Stadt, Aldo Milone. „Wir haben mehrfach gesagt, dass etwas in diesen Schuppen passieren kann, mit den minderwertigen elektrischen Installationen, die nicht dem Gesetz entsprechen.“

          Ein Autofahrer hatte am Morgen die Rettungskräfte alarmiert. „Ich habe den Rauch gesehen und dann kamen mir einige Chinesen entgegen, die weinten und schrien“, berichtete er laut Ansa. Insgesamt sollen zum Zeitpunkt des Unglücks einige Dutzend Menschen in der Fabrik gewesen sein. Wie viele sich retten konnten, war zunächst noch unklar, die Feuerwehr setzte ihre Sucharbeiten in den Trümmern fort.

          Topmeldungen

          In der Defensive: Kämpfer der türkisch unterstützen Freien Syrischen Armee in der Stadt Sarmin, rund acht Kilometer entfernt von Idlib

          Kampf um Idlib : Eine schmerzhafte Lektion für die Türkei

          In Syrien hält allein Wladimir Putin den Schlüssel in der Hand, die Katastrophe von Idlib abzuwenden. Soll­te Russ­land aber tür­ki­sche Städ­te bom­bar­dieren, droh­t ein Flä­chen­brand.
          Eine Frau trägt vor einer Apotheke eine Mund- und Nasenmaske.

          Liveblog zu Coronavirus : Erste Fälle in Hessen und Hamburg

          Insgesamt 22 Neuinfizierte in sechs Bundesländern +++ Kuriose Vorgaben bei Ski-Weltcup +++ Erste Infektionen in Neuseeland und Litauen +++ Schwarzer Tag an der Wall Street +++ Alle Entwicklungen im Liveblog.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.