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Amerikanische Regierung : Juristische Hindernisse bei der Bergung des „Titanic“-Telegrafen

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In diesem aus einem Video von Atlantic Productions entnommene Standbild zeigt einen Teil des 1912 gesunkenen Luxusdampfers, „Titanic“. Bild: dpa

Ein Bergungsunternehmen plant einen Telegrafen aus dem „Titanic“-Wrack zu holen, mit dem Hilferufe während des Untergangs abgesetzt wurden. Die amerikanische Regierung will das verhindern.

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          Die für August geplante Bergung des Funkgeräts der „Titanic“ stößt auf juristische Hindernisse. Anwälte der amerikanischen Regierung erklärten, das Bergungsunternehmen R.M.S. Titanic benötige für die geplante Expedition auf den Grund des Atlantiks eine Erlaubnis des Handelsministeriums, weil das Wrack dabei beschädigt werden könnte. Die Regierung erhebe daher Einspruch gegen die Entscheidung einer Richterin in Virginia, die die Bergung im Mai erlaubt hatte.

          Die „Titanic“ hatte im April 1912 auf der Fahrt von England nach New York einen Eisberg gerammt. Während das Luxusschiff voll Wasser lief, setzte es über seinen leistungsstarken Marconi-Telegrafen Notrufe ab und meldete verzweifelte Versuche, Passagiere zu retten. Von dem 2208 Menschen an Bord überlebten nur etwas mehr als 700.

          Das Wrack wurde 1985 auf dem Grund des Nordatlantiks 645 Kilometer vor Neufundland in etwa 4000 Metern Tiefe lokalisiert. R.M.S. Titanic hat von dort bereits Tausende Gegenstände geborgen, die um das Wrack verstreut lagen, darunter Silberbesteck, Porzellan und Goldmünzen. Um an das Funkgerät heranzukommen, müsste die Firma aber anders als bisher ins Innere des Wracks vordringen.

          Die amerikanische Regierung lehnt dies ab, weil dort auch die menschlichen Überreste zahlreicher Opfer liegen. Sie verweist auf ein Abkommen mit Großbritannien, in dem die „Titanic“ als Gedenkort an die Toten des Unglücks erklärt wird, denen „angemessener Respekt“ erwiesen werden müsse.

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