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Rettungsaktion vor Abschluss : Weitere Jungen aus thailändischer Höhle gerettet

  • Aktualisiert am

Auf dem Weg in die Höhle: Rettungstaucher wollen an diesem Dienstag die verblieben Fußballspieler und ihren Trainer aus ihrem Verlies befreien. Bild: dpa

Mindestens zwei weitere Jungen sind aus der Höhle in Thailand gerettet worden. Sie werden jetzt medizinisch versorgt. Den acht bereits vorher geretteten Kindern geht es den Umständen entsprechend gut.

          Aus der überschwemmten Höhle in Thailand sind mindestens zwei weitere Jungen gerettet worden. Die beiden Mitglieder eines Jugendfußball-Teams seien umgehend in ein Krankenhaus gebracht worden, teilten Sicherheitskräfte am Dienstag laut der Nachrichtenagentur AFP mit. Das thailändische Fernsehen und die Nachrichtenagentur „Reuters“ berichteten, dass auch ein elfter Junge von Spezialtauchern ins Freie gebracht worden sei. Dabei soll es sich um den Jüngsten der Fußball-Jugendmannschaft handeln, der erst elf Jahre alt ist. Damit wären aus dem Team dann nur noch ein Spieler sowie der 25 Jahre alte Betreuer in der Höhle. Die Einsatzkräfte hoffen, den Einsatz im Laufe des Tages beenden zu können.

          Seit Sonntag werden die Kinder nach und nach aus der Höhle gerettet. Wegen aufziehenden Regens sollten die Einsätze möglichst am Dienstag abgeschlossen sein. Durch den Regen droht die Höhle weiter überflutet zu werden. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde sind die zuvor geretteten Kinder in guter körperlicher und mentaler Verfassung, müssen aber noch im Krankenhaus in Quarantäne bleiben.

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          In der Region im Norden Thailands, an der Grenze zu Myanmar, gab es am Dienstag wieder heftige Regenfälle. Der jetzt schon mehr als zwei Wochen dauernde Einsatz ist auch ein Kampf gegen das Wetter und gegen die Zeit. In Südostasien ist gerade Monsun-Saison. Befürchtet wird, dass durch den Regen das Wasser in der Höhle so schnell steigt, dass die Hilfsaktion abgebrochen werden muss. Inzwischen ist die Hoffnung auf ein glückliches Ende des Dramas aber groß. Allerdings gibt es auch Warnungen, so kurz vor dem Ziel nicht übermütig zu werden.

          An dem neuen Rettungseinsatz – dem dritten mittlerweile – sind mindestens 19 Spezialtaucher begleitet, die meisten aus dem Ausland. Nach Angaben des Gouverneurs wird er möglicherweise noch länger dauern als an den ersten beiden Tagen – also länger als elf Stunden.

          Thailands Innenminister Anupong Paochinda sagte vor dem Einsatz: „Unser ursprünglicher Plan war, jeweils vier Leute herauszuholen. Aber dann wäre nur noch einer übrig. Deshalb haben wir uns entschieden, heute fünf zu holen.“ Vermutet wird, dass als Letzter der Trainer geht. Der 25-Jährige hatte die Kinder trotz Warnungen in die Höhle hineingeführt.

          Kritik an Elon Musk

          Das Team vom Lokalverein „Wildschweine“ war bei einem Ausflug in die Tropfsteinhöhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non von den Wassermassen überrascht worden. Der Weg nach draußen ist fast vier Kilometer lang und an manchen Stellen extrem gefährlich.

          Die acht zuerst geretteten Kinder im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren sind jetzt im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai, alle in Einzelzimmern. Die Ärzte berichteten am Dienstag von minderschweren Lungen-Infekten bei zwei Kindern. Insgesamt seien die Fußballer jedoch bei guter Gesundheit. Keiner habe Fieber. Die ersten vier durften auch schon ihre Familien sehen – allerdings nur durch eine Glasscheibe. Zuvor war bereits Thailands Militär-Machthaber Prayut Chan-o-cha bei ihnen zu Besuch.

          Alle acht sollen jedoch eine weitere Woche zur Beobachtung in der Klinik bleiben. Die Einladung des Weltfußballverbandes FIFA, beim WM-Finale am Sonntag dabei zu sein, werden sie damit nicht annehmen können.

          Die Rettung ist sehr gefährlich. An manchen Stellen ist der Weg so eng, dass die Taucher ihre Atemluft-Flaschen abschnallen müssen. Darüber hinaus kann man im Wasser kaum sehen. Bei der Vorbereitung der Mission ertrank am Freitag ein erfahrener thailändischer Taucher. Jetzt nehmen jeweils zwei Retter die Jungen, von denen kein einziger richtig tauchen kann, ins Schlepptau. Alle tragen Taucheranzüge und sind mit Taucherbrillen ausgerüstet. Die Profis versorgen sie mit Luft.

          Unterdessen stellte der milliardenschwere Unternehmer Elon Musk den Höhlenrettern vor Ort ein neu entwickeltes Mini-U-Boot zur Verfügung. Der 47-Jährige berichtete im Kurznachrichtendienst Twitter, dass er inzwischen selbst in dem Höhlenkomplex sei. Das U-Boot wurde auf den Namen „Wild Boar“ („Wildschwein“) getauft. Das Angebot nahmen die Taucher bislang nicht in Anspruch. Musk hatte dafür auch Kritik geerntet. Viele warfen ihm vor, Publicity machen zu wollen.

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